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20.06.2017 10:00 Uhr

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Trotz Niedrigwassers an Hochwasserschutz arbeiten

Cheminitz (dpa) Für Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt ist der Klimawandel für das Niedrigwasser in den Flüssen des Freistaates verantwortlich. Dennoch plädiert er für weiteren Hochwasserschutz.

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Eine Kette im ausgetrockneten Flussbett: Für Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt ist der Klimawandel für das Niedrigwasser in den Flüssen des Freistaates verantwortlich. Dennoch plädiert er für weiteren Hochwasserschutz.

© dpa

Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt führt die niedrigen Wasserstände in den Flüssen des Freistaates auf den Klimawandel zurück. "Das ist nur das, was es sichtbar macht", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Er sei besorgt darüber, dass es auf ganz großer politischer Bühne Leute gebe, die den Klimawandel infrage stellen. Diese würde er gern einmal einladen, um ihnen anhand des Niedrigwassers die Auswirkungen zu zeigen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Austritt seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet. "Letztendlich müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die Klimaschutzziele erreichen können", sagte Schmidt.

Er betonte, dass man sich auch damit auseinandersetzen müsse, wie man mit dem Klimawandel umgeht. "Wir brauchen Anpassungsstrategien", betonte er. Dazu gehörten für die Landwirtschaft zum Beispiel veränderte Fruchtfolgen und wassersparende Anbaumethoden. "Das sollte man gezielt angehen", forderte er.

Zugleich müsse trotz des derzeitigen Niedrigwassers weiter am Hochwasserschutz gearbeitet werden. Wegen der Extremwettersituationen gehe es um Prävention für Katastrophen, sagte Schmidt mit Blick auf die so genannten Jahrhundert-Hochwasser 2002 und 2013. An diesem Dienstag wird in Neuwürschnitz (Erzgebirgskreis) nach dreijähriger Bauzeit ein neues Hochwasserrückhaltebecken eingeweiht.

Er wolle sich im nächsten Haushalt dafür einsetzen, dass die Fortsetzung des Hochwasserschutzes prioritär behandelt werde, so Schmidt. Dabei gehe es nicht nur um Geld, sondern auch Aufklärung. "Je weiter das Ereignis weg ist, umso mehr lässt die Bereitschaft nach, sich zu engagieren", sagte der Minister. Das gelte für den Staat ebenso wie für den Bürger, der dann doch wieder in Flussnähe bauen wolle.

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