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Stefan Zwahr 20.06.2017 10:38 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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TuS-Fußballer Steven Nowark erfüllt sich den Olympia-Traum

Sachsenhausen (MOZ) Der Höhepunkt der Saison kommt für Steven Nowark vier Wochen nach dem letzten Punktspiel. Der Mittelfeldakteur des TuS 1896 Sachsenhausen gehört der deutschen Nationalmannschaft an, die im Juli in der Türkei bei den Deaflympics, den Olympischen Spielen für Gehörlose, an den Start geht. "Ich freue mich schon riesig."

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: Steven Nowark (rechts) spielte im Sachsenhausen-Trikot ein gutes erstes Brandenburgligajahr.

© Karsten Schirmer

Die Vorfreude des 22-Jährige schlug am Wochenende in Angst um. Angst davor, das Turnier zu verpassen. Im letzten Pflichtspiel seines Vereins ging der Flügelspieler in der Anfangsphase nach einem Kopfballduell blutüberströmt zu Boden und musste umgehend ins Krankenhaus. "Da habe ich mir natürlich schon Gedanken gemacht, ob für mich Feierabend ist", berichtet Nowark. "Sich ausgerechnet im letzten Spiel vor so einem Turnier zu verletzen, ist schon ärgerlich. Aber das ist halt Fußball." Die Diagnose sorgte für Erleichterung. "Ich habe einen Nasenbeinbruch. Außen ist alles stabil. Genäht werden musste auch nichts. Ich soll drei Wochen Pause machen. Dann ist alles geheilt und ich kann voll mitmachen." Bis dahin werde er regelmäßig ins Studio gehen, um sich fit zu halten.

Am 13. Juli beginnt für den im Havelland wohnhaften Kicker und sein Team die Mission. Von München aus geht es nach Istanbul, von da aus nach Samsun. Sechs Tage später steht das erste Gruppenspiel gegen Frankreich an. Weitere Vorrundengegner sind der Irak und ein Team aus Afrika, nachdem Irland abgesagt hat.

"Es wird ein interessantes Turnier", ist sich Nowark, der im vergangenen Jahr vom FC 98 Hennigsdorf zum TuS kam, sicher. "Unser Ziel ist es, bis zum Finale zu kommen. Wir wollen Meister werden. Sonst müssten wir da nicht rüberfliegen." Mitfavoriten seien Russland, die Ukraine und das Gastgeberland. "Gespannt bin ich auf Brasilien. Die sind zum ersten Mal dabei."

Für den TuS-Kicker - der ohne technische Hilfe nichts hören würde - ist es das zweite internationale Großereignis, nachdem er im vergangenen Jahr in Italien bei der Weltmeisterschaft mit dabei war. Deutschland zog in das Endspiel ein, das gegen die Türkei mit 1:2 verloren ging - zwei Minuten vor dem Ende der Verlängerung. Dass es im Finale nicht für den ganz großen Wurf reichte, sei bitter gewesen. "Aber es war eine Riesenerfahrung. Für den Fußball wegzufliegen, war für mich etwas komplett Neues und etwas richtig Tolles."

Nicht minder ereignisreich sei sein erstes TuS-Jahr gewesen. "Das Team ist geil und hat überragende Leistungen gezeigt. Dass wir Zweiter geworden sind, ist super. Auch in persönlicher Hinsicht hat es mir sehr gut gefallen." Lobende Worte, die Trainer Oliver Richter zurückgibt. "Steven hat sich toll entwickelt und ist in der Mannschaft angekommen. Er hat eine sehr gute Saison gespielt. Diese kann er nun abrunden." Mit seinen spielerischen Fähigkeiten könne Nowark eine Bereicherung für das Turnier werden. "Wir wünschen ihm viel Erfolg. Wer bei der WM im Finale steht, kann da etwas ganz Großes holen."

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