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Martin Risken 20.06.2017 13:21 Uhr
Red. Gransee, lokales@gransee-zeitung.de

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Darrgang wird ausgebaut - aber nicht bis zum Ende

Zehdenick (GZ) Der Darrgang soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Im Gegensatz zu anderen Straßen in Zehdenick bleibt sie aber unvollendet. Lediglich die ersten 215 Meter werden neu gestaltet. Die Sicherung des Arbeitsweges zu den Behindertenwerkstätten steht bei dem Vorhaben im Mittelpunkt.

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Was lange währt, wird endlich gut: Zumindest die ersten 215 Meter des Darrgangs in Zehdenick sollen noch in diesem Jahr ausgebaut werden.

© Martin Risken/GZ

Obwohl die Einbahnstraße recht schmal ist, soll sie einen zwei Meter breiten Gehweg mit Hochbord bekommen, ein halber Meter Sicherheitsstreifen inklusive. Die Fahrbahn wird drei Meter breit sein in diagonal verlegtem Betonsteinpflaster grau. Rundborde sollen die Fahrbahn zu den Anliegergrundstücken abgrenzen. Im Bereich der Gebäude wird es Mosaikstein-Pflaster geben, die in Beton eingebettet werden sollen. Rund 168 000 Euro soll das Vorhaben kosten. Es wird damit um zirka 16 000 Euro teurer als bei der Aufstellung des Haushaltes 2017 geplant. Längst nicht alle Mitglieder des Bauausschusses, wo das Vorhaben detailliert vorgestellt wurde, fanden die Lösung des Planers alltagstauglich. Kritik gab es insbesondere an der Lösung, Mosaiksteinpflaster zwischen Gehweg und Gebäudekanten zu verlegen. Das berge die Gefahr, dass Regenwasser aufspritze und es zu unschönen Feuchtigkeitsschäden an den Gebäuden kommen könne, monierten Ausschussmitglieder. Der Planer Michael Poppe vom Büro L + S Beratende Ingenieure aus Hennigsdorf verteidigte diese Lösung jedoch. Man brauche kleinteiliges Pflaster, um den in der Breite zwischen zehn und vierzig Zentimetern variierenden Zwischenraum zu füllen. "Betonsteinpflaster sieht dort blöd aus", so Poppe. Pflastersteine müssten aufwendig bearbeitet, um die Lücken gleichmäßig ausfüllen zu können. Das sei mit einem deutlich höheren Arbeitsaufwand verbunden, argumentierte der Fachmann.

Bei der jetzigen Einbahnregelung samt Tempo 30 soll es schon wegen der schmalen Fahrbahn des Darrgangs auch künftig bleiben. Lediglich um Ausnahmen für Fahrradfahrer könne nachgedacht werden. Doch viele Pedaleure hielten sich schon jetzt nicht an die Regelung und würden die Straße vom Bahnhof kommend auch in Richtung Bahnhofstraße befahren, egal welchen Gefahren sie sich selbst und anderen Verkehrsteilnehmern aussetzen. Vom Bahnhof aus ist es jedoch die kürzeste Verbindung Richtung Innenstadt.

Ausgebaut werden soll der Darrgang nur zwischen Bahnhofstraße und der Hausnummer 3 im Darrgang. Das Ausbauende schließt an die mit Asphaltdecke überzogene Fahrbahn. Die Stadtverwaltung Zehdenick sieht darin den bestmöglichen Kompromiss. Finanziert wird das Vorhaben größtenteils aus dem Programm "Kleine Städte und überörtliche Zusammenarbeit", von dem Kommunen profitieren, die ein kooperatives Mittelzentrum gebildet haben. Noch müssen Hauptausschuss und Stadtverordnetenversammlung der Entwurfsplanung zustimmen. Trotz der Kompromisse beim Ausbau empfahl der Bauausschuss den Ausbau mit vier Jastimmen und einer Enthaltung. Lebenshilfe-Geschäftsführer Bernd Reinicke betonte nach der Abstimmung im Bauausschuss, dass er den Ausbau des Darrgangs ausdrücklich begrüße. Er habe schon nicht mehr daran geglaubt, dass die Stadt das Vorhaben realisieren könne.

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