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Waldbrandgefahr in Deutschland steigt auf hohes Niveau

Die Waldbrandgefahr ist wegen der hohen Temperaturen der vergangenen Tage in mehreren Regionen Deutschlands hoch.
Die Waldbrandgefahr ist wegen der hohen Temperaturen der vergangenen Tage in mehreren Regionen Deutschlands hoch. © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
dpa-infocom / 20.06.2017, 14:18 Uhr
Berlin (dpa) Wenig Regen und viel Hitze hat die Waldbrandgefahr in manchen Regionen Deutschlands deutlich steigen lassen. «Momentan wächst die Gefahr mit jedem Tag», sagte der Waldbrandexperte der Bremer Feuerwehr, Karl-Heinz Knorr.

«Wenn wir keine ergiebigen Regenfälle bekommen, wird die Gefahr weiter zunehmen.» Vereinzelte Schauer würden kaum helfen. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge gab es zwischen dem Südwesten Deutschlands bis zum Nordosten in Brandenburg zahlreiche Gebiete mit der höchsten Waldbrandwarnstufe.

Einen verheerenden Waldbrand wie in Portugal würde es Knorr zufolge in Deutschland aber nicht geben. Erstens gebe es hierzulande keine so großen zusammenhängenden Waldgebiete wie in Portugal und anderen südeuropäischen Ländern.

Zudem seien die Wälder in Deutschland für die Feuerwehr besser zugänglich, weil sie intensiver bewirtschaftet würden. Auch sei wegen der Freiwilligen Feuerwehren die Einsatzkräfte-Dichte höher: «Wir sind in den Waldbrandgebieten schneller am Feuer dran», sagte Knorr.

Brandenburg zählt aufgrund seiner ausgedehnten Kiefernwälder zu den gefährdetsten Regionen Deutschlands. Dort gelten sogar fast flächendeckend die beiden höchsten Warnstufen. Unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, im südlichen Niedersachsen und in Sachsen gab es ebenfalls Gebiete mit der höchsten Warnstufe.

Ein Brand kann schon durch Kleinigkeiten ausgelöst werden: Beispielsweise kann eine weggeworfene Flasche durch den Brennglas-Effekt zum Feuer führen. Der DWD warnte in Bayern auch vor stark erhitzen Katalysatoren an Autos: Fahrzeuge solle man nicht auf trockenem Gras am Waldrand abstellen.

Diese Gebiete sind laut dem Waldbrandexperte Knorr regelmäßig betroffen. Dort gebe es vor allem Nadelbäume, die deutlich schneller brennen würden als Laubbäume. Etwa an Fichten bilde sich viel trockenes Unterholz. Derzeit seien auch die lauen Nächte ein Problem, weil sich kein kühlender Tau bilde. «Es gibt ein immer weiteres Austrocknen der Vegetation», sagte Knorr.

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