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Simone Weber 20.06.2017 16:06 Uhr
Red. Rathenow, redaktion-rn@brawo.de

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Steganlage für rund 40 Boote

Rathenow (MOZ) Nach Gründung des Rathenower Segler-Clubs e.V. (RSC) im Jahr 1924 wurde auf dem Vereinsgelände am Hohennauener-Ferchesarer See in Semlin, neben dem ersten Vereinsheim, eine Holzsteganlage errichtet. Während der Zeit als Betriebssportgemeinschaft (BSG) Motor Rathenow wurde die Anlage 1962 durch Betonelemente ersetzt. Schon Anfang der 1980er Jahre hätte sie nach wiederholtem starken Eisgang auf dem See Schäden aufgewiesen. Aus eigener Kraft sei ein Neubau nicht zu stemmen gewesen, so RSC-Vorsitzender Andreas Niemann. Eine vereinsinterne Stegkommission sei gebildet worden, die Lösungen suchte.

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Rund 40 Boote können jetzt an der neuen Steganlage des Rathenower Segler-Clubs e.V. (RSC) festmachen.

© weber

"Mit der Zusage der EU- und Landesfördermittel und der Übergabe des Bescheides durch Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger Ende Oktober letzten Jahres konnte so diese bisher mit Abstand größte Investition der Vereinsgeschichte seit 1924 realisiert werden", so Niemann weiter in seiner Rede am Wasser. Am Samstag wurde Einweihung gefeiert.

An einer Regatta zur Feier des Tages nahmen 21 Boote vom Segler-Club, dem Rathenower Wassersportverein Segeln 1922, der sein Vereinsgelände direkt neben dem des RSC hat, sowie des Rathenower Segelsportvereins 1952, teil. Das erste Drittel der Teilnehmer erhielt eine Urkunde. Die ersten drei Plätze gingen an Mitglieder des gastgebenden Vereins. Steuermann Stephan Dunke holte sich mit seinen zwei Vorschotern, Katrin Antl und Gregor Kersten, den 1. Platz. Wegen des starken Windes wurden die angemeldeten Kinder nicht zur Regatta zugelassen.

Die neue Sportboot-Steganlage wurde nach Abriss der alten Ende Oktober/Anfang November, vom 20. März bis 20. April mit Stahlbetonschwimmelementen neu errichtet. Die Anlage mit Stahl- und Aluminium-Steg, insgesamt 40 Meter lang, mit zwei insgesamt knapp 70 Meter breiten Seitenarmen, hat eine reine Stegfläche von rund 220 Quadratmetern und bietet Ankerplatz für etwas mehr als 40 Boote. Zusätzlich wurden Serviceeinrichtungen für Strom- und Wasserversorgung und zum Duschen integriert.

"Dass der Verein den Eigenanteil von rund 65.000 Euro aus Vereinsbeträgen, Gebühren und Spenden stemmen konnte, ist auch das Verdienst unseren langjährigen Mitglieds und Schatzmeisters seit 2005, Jörg Heise", so Vereinsvorsitzender Niemann. "Während seiner Zeit wurde bereits 2010 der Neubau des Vereinsheims erfolgreich umgesetzt."

Auf Vorschlag des RSC wurde Heise, seit 1975 RSC-Mitglied, mit der Goldenen Ehrennadel des Landesverbands ausgezeichnet. Zur Vorstandsneuwahl am 13. Mai war er zur Wiederwahl nicht wieder angetreten.

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