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Kloster in Neuzelle soll im nächsten Jahr neu gegründet werden

Mönche kommen Ende August

Janet Neiser / 23.06.2017, 19:20 Uhr
Neuzelle (MOZ) Die ersten vier Mönche vom österreichischen Stift Heiligenkreuz werden voraussichtlich schon Ende August nach Neuzelle (Oder-Spree) ziehen und dort das verstaatlichte Klosterareal beleben. Pater Kilian von der Zisterzienserabtei in Niederösterreich sprach in dieser Woche von einer "Vorhut", die den weiteren Weg ebnen soll.

2018 soll das Zisterzienserkloster neu gegründet werden - mit weiteren Mönchen. Das wäre dann genau 750 Jahre nach der Gründung des einstigen Klosters Neuzelle, in dem zur Hochzeit etwa 40 Mönche lebten, und 200 Jahre nach dessen Säkularisierung. "100-prozentig ist das alles noch nicht sicher", betonte Pater Kilian und fügte hinzu: "Aber wir würden nicht kommen, wenn wir nicht daran glauben würden, dass es gelingt."

Im Mai hatte Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), die auch Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Stift Neuzelle ist, erklärt, man sei kurz davor, einen Vertrag zu unterschreiben. Und auch aus dem Stift Heiligenkreuz war zu diesem Zeitpunkt schon zu hören: "Wir sind auf einem guten Wege. Alle haben die besten Absichten."

Ende des Vorjahres hatte der Plan der Wiederbesiedlung des Neuzeller Klosters auf Initiative des Görlitzer Bischofs Ipolt deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch schon da war klar, dass es lange Verhandlungen geben würde, in denen unter anderem geklärt werden muss, wo die Mönche künftig leben. Denn die meisten Gebäude werden genutzt, beispielsweise als Museen, als Gymnasium und Oberschule und als Musikschule.

Jetzt steht fest, Ende August werden die ersten vier Zisterzienser erst einmal in das katholische Pfarrhaus ziehen. "Wir können uns nichts nehmen. Wir haben keine Ansprüche", sagte Prior Simeon. "Wir sind darauf angewiesen, was wir bekommen. Und wir haben Geduld."

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