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Schützen als Veranstalter

Heinz-Günter Menzel (re.) und Michael Renz, der zu den Schwedentagen den General Georg von Derfflinger verkörpert.
Heinz-Günter Menzel (re.) und Michael Renz, der zu den Schwedentagen den General Georg von Derfflinger verkörpert. © Foto: weber
Simone Weber / 02.07.2017, 09:03 Uhr
Rathenow (MOZ) In die Erarbeitung des Innenstadtstadtforums Rathenow 2020 brachten sich viele Bürger ein. In der Arbeitsgruppe "Identität" setzte man sich für die Verbesserung der Heimatverbundenheit ein. Das Denkmal für den Großen Kurfürsten, Friedrich Wilhelm, am Schleusenplatz ist fest mit der märkischen und städtischen Geschichte des 17. Jahrhunderts verbunden. Nach dem Willen der Forum-Beteiligten und anschließend befragter Rathenower sollte ein Historienspektakel das aufgreifen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten musste der für 2013 erstmals organisierte Schwedentag wegen des Elbe-Hochwassers abgesagt werden. Im Folgejahr organisierte der Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow e.V. mit Partnern erstmals den Rathenower Schwedentag. Damals noch an einem Tag. In diesem Jahr war die Rathenower Schützengilde von 1830 e.V., mit weiteren Partnern, erstmals der Veranstalter der zwei Schwedentage. Die Erweiterung erfolgte 2015.

"Im letzten Jahr haben wir uns erstmals an den Schwedentagen beteiligt. Als der bisherige Organisator, Peter Dietze als Vorsitzender des Fördervereins Heimatmuseum uns fragte, war meine Entscheidung klar, die Trägerschaft der Schwedentage zu übernehmen", so Heinz-Günter Menzel, Vorsitzender der Rathenower Schützengilde, der für die rund 60 Aktiven zum diesjährigen Fest Erbsensuppe in der Gulaschkanone kochte.

Zur Organisation des Spektakels hat man im Verein extra die neue Sektion "Schwedentage" gegründet. Deren Vorsitzender ist seither Michael Renz. Seit dem ersten Schwedentag verkörpert er den kurbrandenburgischen General Georg von Derfflinger.

Die Vorbereitungen für die Schwedentage 2017 begannen im September letzten Jahres mit regelmäßigen Treffen aller Beteiligten. Während dieser Treffen wurde auch die Idee zum Schwedentaler geboren. Als Motivvorlage diente eine 1925 geprägte Gedenkmedaille zum 250. Jahrestag der Befreiung Rathenows von den Schweden. In leicht veränderter Form kam sie in Vorbereitung der Schwedentage auf den Markt.

Der Verkauf sei ein Erfolg geworden, so Menzel. Die erste Auflage von 500 Stück sei bald ausverkauft gewesen. "Nahezu die letzten Taler der Nachauflage von 300 Stück wurden zu den Schwedentagen verkauft." Mit den Einnahmen stemmte der Verein die Finanzierung, die "schwierigste Aufgabe", wie Menzel meint. Für das Fest kamen 1.000 Euro aus der Kulturförderung des Landkreises. Etwas mehr gab die Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam. Einige weitere Spenden kamen hinzu.

"Auch 2018 wird es die Rathenower Schwedentage geben. Dazu wird auch ein neuer, im Aussehen etwas veränderter Schwedentaler geprägt", kündigt Heinz-Günter Menzel an. "Mein Motto lautet: Wer den ersten Schritt geht, muss auch den zweiten Schritt tun. Die Schwedentage sind eine tolle Werbung für die Stadt und die beste Öffentlichkeitsarbeit für unseren Verein."

Die Rathenower Schützengilde von 1830 e.V. hat derzeit 82 Mitglieder. Ihr Vereinsgelände liegt unweit des Wolzensees, hinter dem Bauhof der Stadt.

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