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Besucherzahlen beim 22. Finowfurter Flößerfest durch Regen getrübt / Feuerwerk zog am meisten Gäste an

Wasser von allen Seiten

Kuschelstimmung am Kanal: Zum Feuerwerk am Freitagabend zog es die Besucher ans Wasser.
Kuschelstimmung am Kanal: Zum Feuerwerk am Freitagabend zog es die Besucher ans Wasser. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Julia Lehmann / 02.07.2017, 21:49 Uhr - Aktualisiert 03.07.2017, 11:08
Finowfurt (MOZ) Das war dann wohl etwas viel Wasser, zumal es auch noch von oben kam. Am Sonnabend haben Regen und kühle Temperaturen den Flößern zugesetzt. Nur wenige Besucher zog es nach Finowfurt. Am Sonntag lichtete sich der Himmel und das 22. Flößerfest nahm Fahrt auf.

Trotz Regenwetters  strömten  auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher zum Finowfurter Flößerfest. Das Feuerwerk am Freitag war für viele Gäste der Höhepunkt der drei Tage. Aber auch die Party auf dem Erzberger Platz am Sonnabend war gut besucht. Die Flößer dürfen ab diesem Jahr nur noch höchstens 20 Gäste auf einer Floß-Fahrt befördern.
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22.Flößerfest

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Bereits seit 1996 wird in Finowfurt nach traditioneller Vorgabe das Flößerfest gefeiert. Im Durchschnitt pilgern an den drei Tagen 30 000 Menschen in die Schorfheide, um einen Mix aus Flößertradition und Unterhaltungsprogramm zu genießen. Die 22. Ausgabe hatte wetterbedingte Tücken zu meistern, Auftakt am Freitag und Ausklang am Sonntag sollten mit regenfreien Phasen belohnt werden. Der Sonnabend allerdings lockte nicht gerade ins Freie. Demnach schwach besucht war das Fest. Das Sahnebonbon hielt bereits der Freitagabend bereit. Hunderte Besucher waren zu Lasershow ("Laser Performance" aus Finowfurt) und Feuerwerk an die Ufer des Finowkanals gekommen. Das farbenreiche Lichtspektakel konnte sogar regenfrei genossen werden. Anschließend konnte noch nach Herzenslust getanzt und gefeiert werden.

Musikprogramm, großes kulinarisches Angebot, Flößerbrunch, Frühshoppen, Entenrennen - all das wartete am Sonnabend und Sonntag auf Besucher. Zur Disko auf dem Erzbergerplatz mit Musik von DJ Chris und DJ Ronny tanzten am Sonnabendabend etwa 3000 Besucher bis in die Nacht hinein. Wie das Ordnungsamt Schorfheide mitteilte, war es gegen Mitternacht zu einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen gekommen. Nach einer kurzen Rangelei musste die Polizei die Streithähne trennen. Ein Rettungswagen war vor Ort.

Neben der Gemeinde Schorfheide wird das Fest durch den namensgebenden Flößerverein organisiert, der mit der Einfahrt der Flößer über den Finowkanal die Feierlichkeiten in jedem Jahr eröffnet. Es war die erste Auflage nach dem Tod von Vereinsvorsitzendem Steffen Dietrich. Seit dreieinhalb Monaten übernimmt Christian Koch diese Position. "Durch seinen Tod ergab sich im Verein eine Situation, die es noch nie gab", sagt Koch. Dieser Verlust sei nur schwer zu kompensieren. Steffen Dietrich hatte die Traditionen der Taufe von Neumitgliedern und des Kinderfestes am 1. Juni eingeführt. Diese wolle der Verein weiterführen. "Vom äußeren Ablauf verläuft das Flößerfest wie immer. Aber wir denken gerade verstärkt an ihn", sagt Christian Koch über seinen Vorgänger.

Zudem sind es bürokratische Herausforderungen, mit denen der Verein kämpft. Seit zwei Jahren gibt es neue Auflagen vom Wasser- und Schifffahrtsamt. So ist zum Beispiel ein Geländer am Floß Pflicht. Auch die Zahl der Passagiere ist auf 20 Personen begrenzt worden.

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