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Riesen-Vielfraß mit Flossen

Kraftakt: Fischer Peter Meng (links) und Kay Plagemann, Praktikant und k³nftiger Azubi der Fischerei L÷cknitz, Neu Zittau, bugsieren den kapitalen Wels - Gewicht: 48,5 Kilogramm, Lõnge: 2,03 Meter - in Fotoposition.
Kraftakt: Fischer Peter Meng (links) und Kay Plagemann, Praktikant und k³nftiger Azubi der Fischerei L÷cknitz, Neu Zittau, bugsieren den kapitalen Wels - Gewicht: 48,5 Kilogramm, Lõnge: 2,03 Meter - in Fotoposition. © Foto:
ESCHLEGELMILCHN / 29.05.2008, 08:08 Uhr
Neu Zittau () "Der Fisch ist größer als der Lehrling", sagt Fischer Peter Meng. Der Chef der Neu Zittauer Fischerei Löcknitz hat jetzt in der Müggelspree, im Bereich Bretterscher Graben - an der Grenze zu Berlin - einen kapitalen Fang gemacht. Ihm ging ein Wels ins großmaschige Stellnetz, der sage und schreibe ein Gewicht von 48,5 Kilogramm auf die Waage brachte und 2,03 Meter maß.

Für Kay Plagemann, Praktikant und künftiger Fischerei-Löcknitz-Azubi, der selbst 1,75 Meter groß ist und 63,4 Kilogramm wiegt, war der gemeinsame Fischzug mit Peter Meng ein tolles Erlebnis.

"Allein, ohne Kay, hätte ich den Wels nicht aus dem Wasser gekriegt", sagt der Fischerei-Chef, der froh ist, den Vielfraß mit Flossen gefangen zu haben. Denn: "Ein Wels dieser Größe frisst bei hohen Wassertemperaturen täglich bis zu 20 Kilogramm Fisch. Solche größeren Exemplare fressen aber auch Wasservögel, beispielsweise kleine Schwäne, und kleine Säugetiere, etwa Bisamratten."

Da der Wels insbesondere am Boden lebende Fische bevorzugt - wie Aale, die von den Fischern mit hohem Kostenaufwand ausgesetzt werden - hat er in Berlin keine Schonzeit, sondern lediglich ein Schonmaß. "Das liegt bei 75 Zentimetern Länge. Unser Bursche war dreimal so groß und musste deshalb einfach raus!", so Peter Meng.

Und was passiert nun mit dem Riesen-Wels? "Der kommt am Sonnabend und Sonntag bei uns auf den Grill, scheibchenweise, als Filet, versteht sich", sagt Meng. Wer also Lust auf dieses besondere Fischessen hat, kann sich an beiden Tagen, jeweils von 11.30 bis 20 Uhr, in der Fischerei Löcknitz im Alten Fischerweg 1 am Kaniswall, einfinden. Reservierung: 03362 821100.

Der Wels (Silurus glanis), mancherorts auch Waller genannt, ist in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas sowie Westasiens beheimatet. Er kommt in Seen mit Schlammgrund, aber auch im Unterlauf großer Flüsse vor. An der Ostsee und am Schwarzen Meer findet man ihn auch in brackigen Flussmündungen. Welse haben einen langgestreckten Körper, einen breiten, flachen Kopf mit weitem Maul, zwei langen Bartfäden am Oberkiefer und vier kürzeren am Unterkiefer. Meist erreichen sie eine Länge von ein bis zwei Metern, gelegentlich mehr. Ihr grätenloses Fleisch gilt als schmackhaft. Sie können 80 Jahre alt wer- den.Quelle: Fischerei Löcknitz

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