to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Mittwoch, 20. September 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Andrea Linne 06.07.2017 06:25 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

artikel-ansicht/dg/0/

Aussendungsbotschaft vernommen

Schönow (MOZ) "Wir müssen dicke Bretter bohren", machte Hans-Georg von der Marwitz beim CDU-Bürgerforum am Dienstagabend in Schönow in Sachen Breitbandnetz und Internet für das platte Land klar. Das Mitglied im Bundestag, Direktkandidat im Wahlkreis Märkisch-Oderland-Barnim II, zu dem auch Ahrensfelde, Werneuchen und Panketal gehören, will wieder das Direktmandat gewinnen.

artikel-ansicht/dg/0/1/1586668/
 

Sind guter Dinge: Danko Jur (links) und das Mitglied im Bundestag, Hans-Georg von der Marwitz, hier in Schönow

© MOZ/Andrea Linne

Bereits zum vierten Mal hat die CDU Barnim zu einem solchen Forum eingeladen, wie Danko Jur, der Kreisvorsitzende, sagte. Themen der Zeit, interessierende Fragen allgemein, sollen im Mittelpunkt stehen.

Diesmal, so auch die Anfrage aus dem etwa 30-köpfigen Besucherpodium, erhofften sich die Anhänger eine Aussendungsbotschaft. "Wir stehen an den Wahlständen und reden mit den potenziellen Wählern. Was sollen wir sagen? Wofür stehen wir?", fragte ein Gast.

Drei wesentliche Punkte machte von der Marwitz aus. Die CDU vertrete klar den Klein- und Mittelstand und stehe für wirtschaftlichen Aufschwung. Außerdem sei das Bewusstsein, der Staat werde es richten, wie es andere Parteien vermittelten, nicht die Intention der Christdemokraten. "Wir wollen den Bürgern das Handwerkszeug an die Hand geben, sich zu rühren und mitzumischen", so von der Marwitz. Als dritten wichtigen Punkt sah er die Mitmenschlichkeit und klare christliche Ausrichtung. "Wir sind eine Volkspartei von der Christlichen Arbeitnehmerschaft bis zur Mittelstandsvereinigung", machte der 56-jährige Landwirt klar. Als Bürgerpartei zu agieren, darin sah auch Jur einen wesentlichen Ansatz im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 24. September.

Von der Marwitz erzählte aus seinem Leben, wie er nach Friedersdorf bei Seelow gekommen sei, wo er heute noch lebt. Fachkräftemangel und fehlende Arbeiter in der Gastronomie träfen ihn auf seinem Hof mit Kunstspeicher auch direkt, machte er klar. Er stehe daher für ein Einwanderungsgesetz. Themen wie Bildungspolitik, aber auch die Gründung alternativer Schulmodelle im ländlichen Raum, wurden gestreift. Marwitz selbst habe sich an der Gründung freier Schulen beteiligt, unter anderem in Wriezen.

Bernau sei ein urbanes Zentrum im Süden des Wahlkreises, betonte der Politiker, und brauche dennoch "eine Voraussicht". Zum Beispiel in Sachen Attraktivität für Familien, die auch Arbeit vor Ort finden müssten: "Investitionen in den Zugverkehr sind wichtig, vor allem kleine, aber hoch frequentierte Bahnhöfe auf dem Land sind Wirtschaftsfaktoren und Standorte", so Marwitz.

Der Biesenthaler Bürgermeister, Carsten Bruch, hinterfragte den Ausbau des Breitbandnetzes: "Wenn es keine Anschließer gibt, wer soll die weiten Wege bezahlen?" Darin liege am Ende auch die Krux, sagte der Bundestagsabgeordnete. Die Frage sei existenziell für Unternehmen, aber auch Familien. Von Zuhause zu arbeiten, sei im Trend, vor allem in der Computerbranche oder Kreativwirtschaft. Mittel zu finden, darauf komme es an.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion