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18.07.2017 13:10 Uhr - Aktualisiert 18.07.2017 13:06 Uhr

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Wasserspringer Klein tritt glorreich mit WM-Bronze ab

(dpa) Budapest (dpa) - In die Freude über den märchenhaften Karriereabschluss von Wasserspringer Sascha Klein mischte sich beim Bundestrainer auch ein bisschen Wehmut.

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Sascha Klein (l) beendet nach den Titelkämpfen in Ungarn seine Karriere.

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

«Er reißt eine riesige Lücke», sagte Lutz Buschkow nach dem Bronze-Gewinn von Klein und Synchronpartner Patrick Hausding bei der Schwimm-WM in Budapest. Einmal Olympia-Silber, fünf WM- und 17 EM-Medaillen hat der 31 Jahre alte Klein in mehr als einem Jahrzehnt Leistungssport gewonnen. Mehr als die Hälfte davon mit Hausding zusammen vom Turm.

«Solche herausragenden Athleten werden nicht oft geboren», sagte Buschkow zum Erfolgsduo, das in der ungarischen Hauptstadt seinen WM-Medaillensatz nach Gold 2013 und Silber 2011 komplettierte. «Bronze hatten wir noch nicht, deswegen haben wir hier Bronze gewonnen», meinte Hausding. Er erklärte damit scherzhaft, warum es nicht etwa Silber oder Gold geworden war. Am Tag nach dem Medaillengewinn twitterte er stolz ein Bild der beiden Plaketten von ihm und Klein. Auch der Chefbundestrainer der Schwimmer, Henning Lambertz, gratulierte: «Ich freue mich für die beiden und insbesondere für Sascha, der eine tolle Karriere mit einer Medaille beendet hat.»

Wassersprung-Bundestrainer Buschkow nannte Hausding und Klein «die Garanten für Leistung für den gesamten Deutschen Schwimm-Verband». Während Rekordeuropameister Hausding als einer der Edelmetall-Jäger weitermacht, steht für Klein der Einstieg in einen neuen Job an. «Ich wünsche ihm, dass er den Übergang vom Sportlerleben zum Berufsleben schnell hinbekommt», sagte Hausding.

Was genau Klein beruflich machen will, weiß er noch nicht so genau. «Sozialpädagogik studieren, mit Kindern arbeiten», sei eine Option. Vielleicht bleibt er seinem Sport aber auch in neuer Funktion erhalten. «Es gibt die Möglichkeit, als Trainer einzusteigen», meinte er. Nach seinem letzten Dutzend Sprünge habe er «ein bisschen mehr Platz im Kopf», um sich darüber Gedanken zu machen.

Zunächst ist aber noch Familienprogramm in Budapest geplant. Sightseeing, die Stadt genießen - Kleins Frau Franziska und der anderthalb Jahre alte Sohn Oskar waren in die ungarische Hauptstadt gereist und hatten den letzten Wettkampf des Ehemanns und Papas in der Duna Aréna auf der Tribüne verfolgt.

«Meine Frau und mein Kind bedeuten mir alles», meinte Klein. In den nächsten Tagen will er zwar nicht mehr in die Schwimmhalle kommen, aber aus der Ferne die Daumen drücken für Synchronpartner Hausding, für den die WM noch länger dauert.

Auch für den 28 Jahre alten Berliner war der Bronze-Abend von Ungarn ein kleiner Abschied - der vom Synchronspringen der Männer vom Turm. Einen neuen Partner wird sich der Vielspringer wohl nicht mehr suchen.

Das neue Synchronteam könnten Timo Barthel aus Leipzig und der Hallenser Florian Fandler bilden. Sie springen am Freitag in Budapest in der Einzelkonkurrenz aus zehn Metern. Zudem hofft Buschkow auf eine Rückkehr von Martin Wolfram. Der Olympia-Fünfte vom Turm in Rio de Janeiro plagte sich zuletzt mit Verletzungen herum und ist nicht in Budapest dabei. Wird seine lädierte Schulter wieder fit, wäre er auch eine Synchron-Option.

Buschkow weiß, wie schwer Klein zu ersetzen sein wird. «Solche super Talente wie den Sascha Klein haben wir im Wasserspringen nicht so viele», meinte er. Der Dresdner sei «vielseitig in allen Bereichen», er und Hausding «Vorbilder». Entsprechend froh dürfte der Bundestrainer sein, wenn sich Klein entscheidet, als Trainer weiterzumachen. Dann könnte der Ausnahmespringer vielleicht dabei helfen, seine eigene Lücke zu schließen.

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