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Thomas Berger 17.07.2017 06:00 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Engagierter Botschafter der Zupfmusik

Prädikow (MOZ) Üblicherweise wuselt Simona Koß, die Vorsitzende des Fördervereins Dorfkirche, eher im Hintergrund, kommt nur zu Begrüßung und abschließender Danksagung nach vorn. Diesmal die ganze Zeit mit auf der Bühne zu sitzen und eine aktive Rolle zu haben, war etwas ungewohnt - aber das macht eben dieses spezielle Format "Musik trifft Politik" aus. Damit sind sie und Thomas Lübeck schon an einigen Orten unterwegs gewesen, diesmal war die Station mit einem der Prädikower Kirchenkonzerte ein Heimspiel.

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Im Gespräch über die Welt der Mandolinen – und punktuell auch die der Politik: Thomas Lübeck und Simona Koß

© Thomas Berger

Während Simona Koß, die ja hauptberuflich für die SPD im Landtag sitzt, zwischendurch auf einige von ihrem Bühnenpartner gestellten Fragen antwortete, beispielsweise kurz zum G20-Gipfel eine Woche zuvor Stellung nahm, oder einräumte, dass es sie ärgert, wenn einige Zeitgenossen keinerlei Gegenargumente zu ihrer vorgebildeten Meinung mehr gelten ließen, gehörte das Hauptaugenmerk dann doch Thomas Lübeck. Dieser, frisch gebackener Rentner, versteht sich als Botschafter der Zupfmusik. Ein uraltes Instrument ist die Mandoline, erfuhren die Gäste, war damals auch zeitweise als Luther-Zither bekannt, weil der Reformator angeblich ein Meister darauf war. Zur Gruppe der Lauten gehörig, wurde sie schon im 10. Jahrhundert mit Silbersaiten gespielt - und zur Wende 19./20. Jahrhundert, zuvor in Vergessenheit geraten, wieder entdeckt.

Die informative Geschichte des Instruments wechselte sich ab mit praktischen Ausflügen in einen bunten Reigen schottisch-irisch-englischer Volksweisen im ersten Teil, die meisten sehr beschwingt und temporeich. In Teil zwei ging der musikalische Ausflug nach Übersee mit "Little Lady" oder "Summertime" aus Gershwins "Porgy and Bess". Und Lübeck erzählte auch, das vor 100 Jahren landesweit die Zupforchester ihre große Blütezeit hatten. Mittendrin dann wieder Simona Koß, nun mit Gedichten von Goethes "Gefunden" bis "Die Made" von Heinz Erhardt.

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