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Badestelle scheitert an Anforderungen

Doris Steinkraus / 18.07.2017, 06:15 Uhr
Alt Mahlisch (MOZ) Die Idee schien so einfach, aber ist nicht umsetzbar. Am Großen See in Alt Mahlisch gab es Jahrzehnte lang eine Badestelle. Nach der Wende übernahmen Frankfurter DAV-Angler die Bewirtschaftung. Die Uferbereiche wurden kaum noch gepflegt, des Seeufer wuchs zu. Nach Ablauf des Pachtvertrages vergab der Gemeinderat von Fichtenhöhe den See an den neu gegründeten Verein  "Hau An" Alt Mahlisch. Es entstand die Idee, die Badestelle wieder herzurichten. Ortsvorsteher Norbert Jung hatte sich mit dem Anliegen an die Amtsverwaltung Seelow-Land gewandt.

Die Informationen, die Ordnungsamtsleiterin Marlies Zachert im jüngsten Gemeinderat gab, waren nun schlichtweg deprimierend: Es würde sich um einen Eingriff in den Uferbereich und See handeln, erklärte sie. "Das heißt, dafür wäre eine Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde nötig." Auch die Wasserbehörde müsste beteiligt werden. Gefordert würden Wassergutachten und eine Prüfung, ob der See überhaupt als Badesee geeignet ist. Was vor 25 und 30 Jahren rechtens war, hätte heute keine Gültigkeit.

Die Vision, mit Technik einen kleinen Teil des Sees zu entkrauten, den Morast herauszuholen und dort dann Kies einzubringen, sei unter heutigen Bedingungen nicht umsetzbar, machte Marlies Zachert deutlich. Die Gemeinde könnte ein ganz normales Antragsverfahren einleiten. Das wäre allerdings mit Kosten verbunden. Finanziell kann sich Fichtenhöhe jedoch gar keine freiwilligen Ausgaben solcher Art leisten, war sich die Runde bewusst. Es gibt eine Hauhaltsperre, da die Kommune im Minus ist.

"Damit ist das Vorhaben gestorben, können wir nichts für unsere Bürger machen" meinte Norbert Jung resignierend. Aus der Badestelle wird also vorerst nichts.

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