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Jens Sell 18.07.2017 06:30 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Junge Imker markieren Drohnen

Altlandsberg (MOZ) Neun Teams aus sieben Jugendgruppen haben sich am Landeswettbewerb Junger Imker in Altlandsberg beteiligt. Am Ende hatte das Team aus Hohen Neuendorf die Nase vorn.

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Ganz schön fummelig: Der Drohn, den Mia und Jonas aus Booßen ?(v. l.) markieren, kann zum Glück nicht stechen.

© MOZ/Jens Sell

Eigentlich werden immer die Königinnen gezeichnet. Das heißt, ihnen wird ein winziges rundes gelbes Kunststoffplättchen auf den Rücken geklebt. Am vergangenen Sonnabend beim dritten Landeswettbewerb der jungen Imker haben die Kinder dies an Drohnen, den männlichen und nicht stechfähigen Bienen, gemacht. Und auch, weil einige es zum ersten Mal probierten, nahm sich Imker Falk-Thilo Ferse aus Friesack genügend Zeit, um ihnen dabei zu helfen. So auch für Mia und Jonas aus der Imker-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule Am Mühlenfließ in Booßen, einem Frankfurter Ortsteil. Als Erstes hieß es, den weißen Imkeroverall anzuziehen, sich den Hut mit dem Netz so vorschriftsmäßig aufzusetzen und mit Reißverschluss und Klettband abzudichten, dass wirklich keine Biene hineingelangt. Dann mussten sie aus einem Drohnenvolk einige Tiere mit einer speziellen Vorrichtung entnehmen, nachdem sie zuvor mit dem Smoker Rauch in das Volk geblasen hatten. Am Tisch galt es, die Biene jeweils so zu fixieren, dass man ihr zunächst ein winziges Kleckschen Leim auf dem Rücken platzieren und anschließend behutsam das Plättchen auflegen konnte.

Das Markieren der Drohnen ist nur eine von zehn Stationen, die die neun zum Landeswettbewerb angetretenen Teams aus sieben Jugendgruppen zu absolvieren haben. Darunter sind Teams aus der Brandenburger "Honighauptstadt" Hohen Neuendorf, wo das Länderinstitut für Bienenkunde sitzt, aber auch Robert Gillbricht und Oliver Stein, die gerade in Calau die 9. Klasse beenden und schon Erfahrung haben. Bei ihnen geht das Rähmchenbauen natürlich flinker als bei Helmut aus Petershagen, Nele aus Neuenhagen, Alliyah und Tyron.

Das gastgebende Team der Imker-Arbeitsgemeinschaft der Stadtschule Altlandsberg kommt bei seiner ersten Teilnahme auf dem vierten Rang ein. Robert und Oliver aus Calau werden hinter den Hohen Neuendorfer Favoriten Zweite. Alle Teilnehmer erhielten einen Stockmeißel.

Der Altlandsberger AG-Leiter Wolfgang Fischer ist dennoch zufrieden: "Unsere jungen Imker sollten auch Spaß haben und lernen." Er lobt sehr die gute Zusammenarbeit der Stadtschule mit seinem Fredersdorfer Imkerverein. Immer in der 7. Klasse können sich Schüler für die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft entscheiden. Das hat beispielsweise auch Marcel Haischmann getan. Der Achtklässler, der auch in der Computer-AG ist und Videos dreht, ist in zwei Jahren Imker-AG nur einmal gestochen worden: "Ich esse gerne Honig", sagt er, "vor allem den eigenen."

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