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Nach 50 Jahren ist Schluss

Aus Liebe zur Musik: Auf einem Ehrenplatz nahm Inka Hettfleisch (r.) beim Auftritt ihres einstigen Kinderchores Platz.
Aus Liebe zur Musik: Auf einem Ehrenplatz nahm Inka Hettfleisch (r.) beim Auftritt ihres einstigen Kinderchores Platz. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 18.07.2017, 06:37 Uhr
Storkow (MOZ) "50 Jahre Chorleiterschaft, das hat schon etwas. Das bedeutet: Liebe zur Musik." Diese Worte von Lothar Scholz, die Inka Hettfleisch galten, wurden mit stürmischen Applaus bedacht. Lothar Scholz führte gemeinsam mit Mario Döhring am Sonntag auf dem Burghof durch das Programm des 33. Sommersingens der Storkower Singgemeinschaft 1970. Mit diesem Konzert legte die 74-Jährige die Leitung ihres Chores nieder. Sie wurde von den Storkower Sängerinnen und Sängern, dem Ignacy-Paderewski-Chor aus Szamocin/Polen und dem Männerchor Beeskow als Gastchöre, den Fürstenwalder Stadtmusikanten, der Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, Anne Lisse vom Brandenburgischen Chorverband sowie von allen Konzertbesuchern feierlich verabschiedet. Mit dabei war auch die Tochter der Chorleiterin, Kerstin Simon aus Stralsund. Die Pianistin hatte die instrumentale Begleitung übernommen.

Von der immensen Arbeit, die die Chorleiterin, die auch Programmgestalterin und Koordinatorin der Singgemeinschaft war, geleistet hat, zeugen die über 230 Titel, die sich aktuell in der Chormappe befinden. Davon erklangen frisch und jugendlich sehr unterschiedliche Lieder, die nicht nur zu den beliebtesten gehören, sondern aus denen auch die stilistische Vielfalt des Repertoires sichtbar wird: Das Gospel "What a day", das afrikanische Lied "Malaika", der "Kleine grüne Kaktus" der Comedian Harmonists, Berliner Gassenhauer zum Mitsingen und das deutsche Volkslied "Zum Tanze, da ging ein Mädel".

Es war ein lockeres und fröhliches Konzert, aber es flossen auch Tränchen. Inka Hettfleisch wischte sich die Augen, als zur Überraschung Mitglieder ihres ehemaligen Kinderchores mit seinen schönsten Liedern auftraten, darunter "Frühlingswind" und "Der Frieden wird nicht einfach". Inzwischen sind manche schon über 50, aber haben das Singen nicht verlernt. Zu den Höhepunkten des Konzerts zählte der Auftritt des deutsch-polnischen Projektchores Amicale mit dem afrikanischen "Gänsehaut"-Lied "Ukuthula".

Am 4. September, 19 Uhr, geht es weiter mit den Proben, dann unter der neuen Chorleiterin Anja Nowatzek.

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