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Kein Interesse am Integrationsbeirat

Stefan Lötsch / 18.07.2017, 06:45 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) In Eisenhüttenstadt wird es keinen Gleichstellungs- und keinen Integrationsbeirat geben. Bei einer entsprechenden Ausschreibung für die beiden Gremien haben sich für den Integrationsbeirat keine Interessenten für den Gleichstellungsbeirat nur eine Interessentin gefunden. Eigentlich wären jeweils sieben Sitze zu vergeben. Andrea Peisker, Behinderten-, Senioren und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, weist darauf hin, dass sich das mangelnde Interesse schon länger abgezeichnet hat und nicht nur für Eisenhüttenstadt gilt. Schon zum Ende der letzten Amtszeit sei es bereits nicht mehr gelungen, nachrückende Mitglieder für freigewordene Sitze in diesen beiden Beiräten zu gewinnen. Dies entspräche auch der Situation im landesweitem Vergleich, wo sich aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Entwicklungen Bedarfe ändern. Dabei wäre doch angesichts des Zuzuges von Flüchtlingen ein Integrationsbeirat durchaus sinnvoll, dessen Zweck in der Hauptsatzung der Stadt so beschrieben wird: "Mit dem Integrationsbeirat soll die Integration von Einwohnern mit Migrationshintergrund in die Stadt Eisenhüttenstadt befördert werden." Andrea Peisker erwähnt aber, dass dieses Ziel inzwischen auf anderen Wegen erreicht wird. In den vergangenen Jahren seien andere Netzwerke und Initiativen entstanden, die die Akteure bündeln. "Das Forum Familie und Netzwerk zur Flüchtlingshilfe seien nur beispielhaft genannt."

Anders sieht es beim Behinderten- und Seniorenbeirat aus, wo sich sechs beziehungsweise acht Interessenten gefunden haben. Lediglich im Behindertenbeirat konnten somit alle sieben zur Verfügung stehenden Sitze vergeben werden. Allerdings zeigt sich auch hier, dass das Interesse, in dem Gremium mitzuarbeiten, zurückgeht. Denn bei der letzten Ausschreibung, die 2009 stattfand, meldeten sich jeweils 15 Bewerber, gab es also ausreichend Nachrücker, wenn jemand ausfallen sollte. Für diese beiden Beiräte wurden jüngst in der Stadtverordnetenversammlung die Mitglieder ernannt, können nun arbeiten.

¦ Behindertenbeirat:

Axel Feister (Lebenshilfe Oder-Neiße-Werkstätten als größter Arbeitgeber für Menschen mit Behinderungen)

Jana Fröscher (Vertreterin der

Pestalozzi-Schule)

Gitta-Liana Germersdorf (Vorschlag der Selbsthilfegruppe Oder-Spree)

Bernd Kegel (Einzelbewerber);

Barbara Lehmann (Vertreterin des Kreisverbandes der Behinderten)

Sandra Otto (Einzelbewerberin)

Barbara Weise (Einzelbewerberin)

¦ Seniorenbeirat:

Reinhard Gessner (Einzelbewerber)

Gudrun Hankowiak (Vorsitzende des Vereins "Engagiert Ehrenamt Leben - Engel" und Leiterin der Agentur für Engagement)

Bernd Milow (EKO/IG-Metall -Senioren);

Gisela Pech (Langjährige Vorsitzende einer Gruppe der Volkssolidarität)

Elke Wendorff (Vertreterin der evangelischen Friedenskirchgemeinde und Mitglied in der Seniorenwanderschaft

Bettina Schablack (Einzelbewerber)

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