Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neues Fahrzeug für die Münchehofer Feuerwehr wurde lange herbeigesehnt

Erster Einsatz vor Übergabe

Schlüsselübergabe: Bürgermeister Karsten Knobbe übergibt die Schlüssel des neuen Fahrzeugs an Oktay Jens Wache.
Schlüsselübergabe: Bürgermeister Karsten Knobbe übergibt die Schlüssel des neuen Fahrzeugs an Oktay Jens Wache. © Foto: MOZ/Dirk Schaal
Dirk Schaal / 18.07.2017, 06:45 Uhr
Münchehofe (MOZ) Ein recht feierlicher Akt war es am Freitagabend für die Münchehofer Freiwillige Feuerwehr, als Bürgermeister Karsten Knobbe Ortswehrführer Oktay Jens Wache den Schlüssel zum neuen Löschfahrzeug übergab.

Ein riesiges Aufatmen war bei den Münchehofern zu vernehmen, wurde dieser Moment der Übergabe eines neuen Fahrzeugs doch schon lange herbeigesehnt. "Seitdem ich 2013 die Leitung der Ortswehr übernommen hatte, habe ich für ein neues Auto gekämpft", erinnert sich Oktay Jens Wache. Mal fehlte der Gemeinde das Geld, mal standen wichtigere Dinge an und dann gab es auch Unverständnis, warum so eine kleine Ortswehr mit gerade mal 20 Aktiven ein fast 190 000 Euro teures mittleres Löschfahrzeug (MLF10/6) brauchen würde. "Alles vergessen, das neue Fahrzeug ist da", strahlte Oktay Jens Wache.

"Nackt", also ohne Ausrüstung, kam das neue Auto in Münchehofe an und hatte doch schon den ersten Einsatz hinter sich. "Auf der Autobahn gab es einen Unfall mit zwei Lkw. Wir standen im Stau und die vorbeifahrende Polizei hat uns aufgefordert, zu folgen. Als wir ankamen, war aber schon alles aufgeräumt", erklärte Gemeindewehrführer Jens Jochinke, der zusammen mit zwei Feuerwehrkameraden das Fahrzeug aus dem sächsischen Mühlau abholte. Zwei Schläuche hatten sie dennoch dabei: "Ich würde mir blöd vorkommen, wenn irgendwo was brennt und wir können nicht mal löschen", begründete Oktay Jens Wache. Und so Unrecht hatte er ja nicht.

Wasser war jedenfalls genug an Bord. 1000 Liter fasst der Tank, 200 Liter mehr als der Alte. Eine vollautomatische Pumpe ist eingebaut und das war es auch schon mit der Feuerwehrausrüstung. "Es stand zur Debatte ob ein stärkeres Fahrzeug oder komplett ausgestattet. Wir haben uns für das Auto entschieden, die Ausrüstung haben wir ja", erklärte der Ortswehrführer. So bringt das Fahrzeug 220 PS und sogar Allradantrieb auf Gelände und Straße.

"Na, Kalle", antwortete Oktay Jens Wache nach kurzem Überlegen auf die Frage, ob das neue Auto einen Spitznamen bekommt. Gewidmet war er Karl Rieke, bis März Chef der Partnerwehr Münchehofe, Stadtteil vom niedersächsischen Seesen. Mit einer achtköpfigen Delegation waren sie extra zu diesem Anlass angereist. "Kommt jederzeit gesund von den Einsätzen zurück", wünschte er allen Anwesenden bei einer kurzen Ansprache, unter ihnen auch die beiden anderen Hoppegartener Ortswehren.

32 Jahre hat das alte Münchehofer Löschfahrzeug mittlerweile auf dem Buckel und gehört noch lange nicht zum alten Eisen. "Wir möchten, dass die Jugendfeuerwehr dieses Fahrzeug übernimmt, so auch eine gewisse Verantwortung kennen lernt", erklärte Jens Jochinke. Gleichfalls steht dann so im Bedarfsfall auch ein weiteres Löschfahrzeug der Hoppegartener Feuerwehr zur Verfügung.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG