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Doris Steinkraus 18.07.2017 07:00 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Die Zeit im Licht

Friedersdorf (MOZ) Sechs Wochen lang machten die Bilder von Barbara Nagel und Gisela Neumann im Kunstspeicher Lust, das Oderbruch zu entdecken. Nun hat die Ausstellung ihre Pforten geschlossen. Was bleibt, sind ein wundervolles Malbuch sowie der Oderbruchkalender 2018: "Es ist ein Buch über unser Malerleben durchs Oderbruch geworden", sieht es Barbara Nagel. Zur Ausstellungseröffnung Pfingsten im Kunstspeicher lag es druckfrisch vor. Es ist nicht das erste Buch dieser Art, aber sehr wohl das umfangreichste, das Einblick in eine liebenswerte Landschaft und eine ungewöhnliche Künstlerfreundschaft gibt.

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© MOZ/Stephanie Lubasch

1993 haben sie ihr erstes Malbuch herausgegeben "Und der Himmel wurde blauer, und die Seele wurde weit". Vier Jahre später folgte das zweite Malbuch unter dem Titel "ist es die Luft, die klingt, oder ist es das eigene Herz". Das Warten auf Fortsetzung hat sich gelohnt.

Im 125 Seiten starken Malbuch "Die Zeit im Licht. Malen an der Oder" lassen die beiden Frauen ihr Werk vieler Jahre Revue passieren. Die kräftigen Pastell-Stillleben im einstigen Garten von Barbara Nagel in Kienitz gehören ebenso dazu wie die zarten Aquarelle von Gisela Neumann 1994 bei Ortwig.

Natürlich sind da jede Menge Ansichten von Orten jenseits der Oder. "Als die Grenze nach Polen öffnete, sind wir sofort rüber gefahren", erinnert sich Gisela Neumann. Zu Anfang hätten manche Dorfbewohner sie skeptisch beäugt. Doch beim Blick auf ihre Bilder sei ihnen sehr schnell klar geworden, dass sie Botschafter für diese Landschaft, für die Region sein wollen. Das Malbuch enthält erstmals auch in diesem Umfang Bilder aus der Altstadt Küstrin. Dazwischen haben die Künstlerinnen sparsam kleine Texte einfließen lassen. Die stimmen ein und lassen ahnen, mit wie viel Freude sie sich in 25 Jahren das Oderbruch links und rechts des Flusses malend erwandert haben. Bilder und Texte spiegeln Lebensgefühl und Lebenseinstellung wieder.

Seit 50 Jahren pflegen die Frauen eine enge Freundschaft. Nach der Wende pendelten sie beide viele Jahre zwischen dem Oderbruch und Berlin. Inzwischen sind die Häuschen im Bruch aufgegeben, leben Barbara Nagel und Gisela Neumann ausschließlich in Berlin. "Aber im Oderbruch sind wir, so oft es geht", versichert Barbara Nagel. "Weil es uns einfach Spaß macht", sagen beide.

In diesem Jahr mussten die Frauen wegen der Arbeit am Buch ihre Ausflüge reduzieren. Doch seit Pfingsten ist alles geschafft, sind sie wieder unterwegs. Der 25. Oderbruchkalender ist auch gedruckt, wird traditionell beim Kalenderfest am dritten Wochenende im September vorgestellt. Ob es nach dem Jubiläum eine Fortsetzung gibt, lassen die Frauen offen. Sie werden es 2018 entscheiden. Motive sind schon jetzt viele im Skizzenbuch.

Ihr Malbuch mit den 90 Pastellen und Aquarellen hat indes keine ISBN-Nummer. Es ist an Orten wie dem Kunstspeicher Friedersdorf, dem "Alten Fritz" in Altlewin sowie in Buchhandlungen erhältlich.

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