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Edgar Nemschok 18.07.2017 07:15 Uhr - Aktualisiert 18.07.2017 09:42 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Packender Spurt über 2500 Meter

Strausberg (MOZ) Zufriedene Gesichter gab es nach dem 92. Strausseeschwimmen beim Veranstalter KSC Strausberg. Mit 308 Schwimmern in der Wertung und weiteren 103 Querbeetschwimmern gab es eine sehr gute Beteiligung, was unter dem Strich auch beweist, das Strausseeschwimmen bleibt sehr beliebt.

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Vorbereitung vor dem Start: Kontrolliert werden die Schwimmerinnen auch auf zu lange Fingernägel.

© MOZ/Edgar Nemschok

Fotostrecke

92. Strausseeschwimmen

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

KSC Strausberg richtet das 92. Strausseeschwimmen aus © MOZ / Edgar Nemschok

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Großen Jubel gab es bei Familie Tesch aus Berlin. "Wir sind eigentlich immer mit dabei, wenn unsere Josephine ins Wasser steigt", sagt Vater André. "Nur beim bevorstehenden Saisonhöhepunkt - ausgerechnet- werden wir nicht direkt dabei sein können", ergänzt Mutter Doreen. Gemeint sind die bevorstehenden Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen Anfang August in Marseille. "Wir haben Urlaub und sind fast 1000 Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt."

Josephine Tesch vom Berliner TSC gewann das Schwimmen über die fünf Kilometer und war sehr zufrieden. In Marseille will sie dann die zehn Kilometer in Angriff nehmen. "Das war heute ein sehr guter Test. Ich konnte mir das Rennen optimal einteilen. Nur am Start war es sehr eng und da spürt man schon mal eine Konkurrentin. Daher bleibe ich auch bevorzugt eine Beckenschwimmerin. Man hat dort eine Bahn für sich allein", sagte sie und fügte gut gelaunt hinzu: "Ansonsten keine Fische, keine Algen ...". Auch in der Halle ist sie eher auf den langen Strecken unterwegs. "Die 1500 Meter sind wieder olympisch und das ist auch mein ganz großes sportliches Ziel", sagt die Schülerin, die im Anschluss ihrer kleinen Schwester Florentine über die 1250 Meter noch die Daumen drückte.

Überhaupt, einige Leistungssportler kamen zu diesem Schwimmen an das Ufer des Straussees. 20 Grad Wassertemperatur, Windstille und Sonne satt - die Bedingungen waren nahezu perfekt.

Ein wenig kurios endete das 1250-Meter-Schwimmen der Männer. Die ersten drei, Moritz Blanke, Jeremias Sichr und Maurice Ehinlanwa (Triathlon Potsdam), liefen nach dem Zieleinlauf sofort in Richtung ihrer Umkleide-Körbe. Sie nutzten dieses Schwimmen als Trainingseinheit, um sich auf die bevorstehenden Deutschen Meisterschaften (Jugend/Junioren in Merzig) vorzubereiten. Trainerin Suse Werner hatte nicht nur die jungen Männer mitgebracht, sondern auch junge Damen aus dem Trainingslager in Kienbaum mit dabei. Auch sie simulierten einen Triathlon, mit Wechsel aufs Rad.

Während einige um Bestzeiten kämpften, ging es bei anderen mehr ums Durchhalten oder nur Dabeisein. Thomas Voigt feierte seinen 40. Geburtstag, seine Gattin Daniela konnte es kaum fassen, dass sie den Hauptpreis der traditionellen Tombola gewinnen konnte. Für sie gab es ein neues Fahrrad.

Begeisterung war überall zu sehen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die vierjährige Magdalena Reichel aus Berlin freute sich über alle Schwimmer, die am Steg starteten. "Guck mal, gleich geht´s los", und gemeinsam mit Vater Philipp sowie Großmutter Silke wurden alle lautstark angefeuert. Der 67-jährige Bernd Seidel (Rot-Weiß Neuenhagen) freute sich, dass er durchgehalten hatte. "Ich habe mich seit vielen Wochen auf dieses Schwimmen vorbereitet. Die 1250 Meter habe ich in meinem Training mehrfach absolviert."

Richtig platt war nach seinem Schwimmen über die 2500 Meter Gunnar Splittgerber, der für den Vorspiel SSL Berlin an den Start ging. Gemeinsam mit Stefan Höhlbaum (Zeppelin-Team OSC Potsdam) ging er gleich in Führung. Beide sicherten sich kurz nach dem Start einen großen Vorsprung. "Ich habe versucht, so lange wie möglich im Windschatten zu bleiben." Auf der Schlussgeraden konnte Splittgerber dann im Spurt gewinnen. "Das war ein tolles und spannendes Finale", bemerkte auch Kerstin Lange, die als eine der zahlreichen Kampfrichterinnen genau protokollierte, wer an der Boje kurz vor dem Ziel den Regeln entsprechend korrekt vorbeischwamm.

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