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Stadionrekorde und persönliche Bestleistungen bei der Leichtathletik Kreismeisterschaft im Eberswalder Fritz-Lesch-Stadion

Höher, schneller, weiter

Die Mädchen der Altersklasse W10 holen kurz vor dem Zieleinlauf auf der 50-Meter-Sprint-Strecke vom Publikum angetrieben noch einmal alles aus sich heraus.
Die Mädchen der Altersklasse W10 holen kurz vor dem Zieleinlauf auf der 50-Meter-Sprint-Strecke vom Publikum angetrieben noch einmal alles aus sich heraus. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Lukas Grybowski / 18.07.2017, 07:40 Uhr
Eberswalde (MOZ) 186 Sportler von Jung bis Alt gingen bei der Leichtathletik Kreismeisterschaft im Eberswalder Fritz-Lesch-Stadion an den Start. Neben vielen persönlichen Bestleistungen wurden außerdem gleich fünf neue Stadionrekorde aufgestellt.

Die erste persönliche Bestweite stellte die neunjährige Greta Garbe vom PSV Basdorf direkt in ihrem zweiten Versuch beim Weitsprung auf. "Sie ist heute das erste Mal mit Spikes angetreten und direkt 30 Zentimeter weiter gesprungen als sonst", erzählt ihre Mutter. Mit einer Weite von 3,64 Meter reichte dies auch direkt zu Platz drei in der Gesamtwertung. "Meine Lieblingsdisziplin ist eher Sprint", erzählt Greta und das beweist sie dann auch eindrucksvoll. Über die 50 Meter ist sie mit einer Zeit von 7,96 Sekunden die Schnellste in ihrer Altersklasse W 9.

Für die jüngsten Teilnehmer gab es eine Kombination aus Weitsprung, Weitwurf und dem 50 Meter Sprint. Für die sechsjährige Annika Vetter war das auch ihr erster Wettkampf überhaupt. "Sie hat am Donnerstag angefangen und jetzt hat sie einfach mal zur Probe teilgenommen", erzählt ihre Mutter Katja. Diese erste Teilnahme gestaltete sich auch überaus erfolgreich. So belegte sie mit einer Weite von 2,36 Metern beim Weitsprung und einer Zeit von 10,19 Sekunden über die 50 Meter den ersten Platz. Auch für ihren zehnjährigen Bruder Erik von den Bernauer Lauffreunden lohnt sich der Wettkampftag. So siegt er mit einer Zeit von 7,75 Sekunden über die 50 Meter und beim Weitsprung mit einer Weite von 4,22 Meter. "Erik geht das heute ganz entspannt an. Es ist kurz vor den Ferien, da hat sich ein Wettkampf hier direkt vor der Haustür angeboten", so Mutter Katja Vetter.

Die erfolgreichste Athletin kam ebenfalls von den Bernauer Lauffreunden. Die elfjährige Sophie Mammok holte Bronze (50-Meter-Sprint), Silber (Speerwurf) sowie gleich viermal Gold in den Disziplinen Ballweitwurf, Weitsprung, Hochsprung und in der Staffel.

"Eigentlich wollte ich unter 12 Sekunden bleiben, aber 12,41 Sekunden ist auch okay", berichtet der 15-jährige Lieven Koschwitz vom SV Motor Eberswalde, nachdem er den 80-Meter Hürdenlauf gewann. "Neben Hürden mache ich noch Kugelstoßen, 100 m Sprint, die Staffel und Speerwerfen. Wobei Speerwerfen nicht so mein Fall ist", erzählt Lieven. Doch seine Trainerin Sabine Preuß sieht in ihm Talent dafür. "Der Lieven hat eine Urkraft, der muss nur mal aus sich herauskommen", erklärt Preuß. "Es ist ein guter Saisonabschluss so kurz vor den Ferien", so Lieven abschließend. Dabei hat er einen der härtesten Gegner in seiner Altersklasse gegen sich. Der 15-jährige Paul Schippert trainierte eine Zeit lang beim SV Motor Eberswalde und wechselte vor gut einem Jahr auf die Sportschule nach Berlin und das stellt er an diesem Tag eindrucksvoll mit zwei Stadionrekorden unter Beweis.

Weitere Bestmarken, die an diesem Tag aufgestellt werden, kommen von Isabell Heisig (SC Potsdam), die beim Speerwurf in der Altersklasse wJU 20 eine Weite von 44,70 Metern erzielt und Annalena Trapp (Alemania Templin) die in der Klasse W 12 ebenfalls im Speerwerfen 31 Meter wirft. Ebenfalls von Alemania Templin stellt Steven Koblitz mit einer Zeit von 11,51 Sekunden über die 100 Meter in der männlichen U-20-Jugend einen neuen Rekord auf.

Nicht ganz so schnell über die 100 Meter war die 15-jährige Eberswalderin Marie Kaczmark, doch mit ihrer Zeit von 14,09 Sekunden ist sie komplett zufrieden und belegt außerdem Platz eins. Dennoch ist ihre eigentliche Paradedisziplin der Hochsprung. "Mein Ziel sind die 1,65 Meter", erzählt sie kurz vor dem Wettkampf. Schlussendlich verfehlt sie das aber nur ganz knapp, landet mit 1,60 Meter aber dennoch auf dem ersten Rang. "Diese Höhe ist Sportschul-Niveau", erklärt Sabine Preuß. "Das wird nicht dein letzter Hochsprungwettkampf sein und das war trotzdem eine super Leistung", baut Sabine Preuß ihren Schützling wieder etwas auf.

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