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Ingo Muhme 18.07.2017 07:40 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Mit Glück den Test bestanden

Schöneiche (MOZ) Im ersten Test nach der Sommerpause gewinnt Ahrensfelde 3:2 gegen den Landesligisten Germania Schöneiche nicht ganz unverdient.

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Ahrensfeldes Neuzugang Foday Darboe (l.) gegen den Schöneicher Kevin Kühnel

© Ingo Muhme

Die Partie stand für beide Verantwortlichen ganz im Geiste der Erkenntnissuche, vor allem für die Gastgeber, die nach dem freiwilligen Abstieg aus der Oberliga und dem personellen Aderlass nun einen Neuanfang in der zweithöchsten Spielklasse Brandenburgs versuchen. Aber auch für Ahrensfelde ist die Spielzeit eine Art Geburt, nach dem man doch sehr schmerzlich am Aufstieg scheiterte. Der Kader ist zusammengeblieben und trotzdem wurde an der Personalschraube gedreht. "Wir haben sieben junge Leute geholt, wobei der Älteste 24 Jahre alt ist. Die Vorbereitung haben wir mit 28 Spielern begonnen, am Ende der vier Wochen wird auf 22 reduziert. Die Spieler, die es dann nicht schaffen, verstärken unsere zweite Mannschaft und dies ist absolut positiv zu bewerten." sagte Grün-Weiss Trainer Sven Orbanke nach Spielende.

Die Partie brauchte fünf Minuten, um in Fahrt zu kommen. Danach zeigten beide Vertretungen, besonders die Barnimer Gäste, welches erst eine Trainingseinheit absolviert hatte, wohin zukünftig die Reise gehen könnte. Tempofußball, gepaart mit guten Ideen im Spielaufbau bestimmten im zunehmenden Maße das Spielgeschehen. Dabei zeigte Ahrensfeldes Neuzugang Foday Darboe schon mal seine Qualitäten, die viel Spielwitz, Leichtfüßigkeit und ein gutes Auge für den Mitspieler bedeuteten. Er war es auch, der in der 7. Minute das 0:1 erzielte. Mit seinem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze ließ er Germania-Torsteher Andrew Gilmour Graham keine Chance. In der Folgezeit präsentierten sich beide Teams sehr spielfreudig, leider aber nur im Mittelfeld. Denn Richtung Tor passierte nur wenig, was das Spiel aber nicht uninteressant machte. Grün-Weiss hatte zwar ein leichtes Chancenplus, musste aber auch feststellen, dass man gegen höherklassige Vertretungen bei Fehlern knallhart bestraft wird. So geschehen in der 34. Minute, als man den Ball im Vorwärtsgang unnötig verlor, aus klarer Abseitsposition ausgekontert wurde und durch Alexander Schadow den Ausgleich kassierte. Zwei Minuten später war Eric Brien Nutznießer eines langen unterlaufenen Balles, den er konsequent und ohne Schnörkel im Gästekasten per Flachschuss unterbrachte und somit den 2:1-Halbzeitstand herstellte.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild. Orbanke wechselte fast das ganze Team aus. "Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden, gerade vom Tempo her haben wir nach dem Wechsel auf Grund der Personalien, dass einige ältere Spieler zum Einsatz gekommen sind, nachgelassen", resümierte der Trainer. Ein Sonntagschuss von David Karlsch aus gut zwanzig Metern genau in den linken Angel führte zum 2:2-Ausgleich für Schöneiche (59.). Und es hätte für Ahrensfelde noch dicker kommen können. Doch Germania agierte sehr schludrig im Vorwärtsgang und im Ausnutzen guter Möglichkeiten. So war der Treffer zum 2:3 durch Willi Lerche recht schmeichelhaft und vor allem glücklich. Schöneiches Keeper Graham war absolut machtlos, als er nach abgefälschtem Schuss hinterherschauen musste, wie der Ball im eigenen Netz landete (83.).

Am Mittwoch steht für Grün-Weiss der nächste Test an. Dann geht es zum Brandenburgliga-Aufsteiger FSV Bernau. Anstoß wird um 19 Uhr sein.

Ahrensfelde: 1. HZ - Brüggemann - Kaatz, Grzyb, Ehrhardt, Brien, Bethge, Gesierich, Pogosjan, Illig, Cocjaj, Darboe - 2. HZ eingewechselt: Stoinski (TW), Born, Zimdahl, Grünwald, Baum, Herold, Lerche, Goerke, Hecker

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