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Sven Klamann 18.07.2017 07:45 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Schützengilde landet Volltreffer

Eberswalde (MOZ) Es ist die ewige Hoffnung, wieder und wieder ins Schwarze zu treffen, die für Alexander Lehmann den Reiz des Sportschießens ausmacht. Der 17-Jährige ist eines der jüngsten und eines der erfolgreichsten Mitglieder der Eberswalder Schützengilde 1588, die für Sonnabend zu einem bestens besuchten Tag der offenen Tür auf ihre Schießanlage an der Wolfswinkler Straße 19 in Finow eingeladen hatte. Mehr als 40 Neugierige ließen sich zeigen, wie und wo im Verein mit Luftdruck-, Klein- und Großkaliberwaffen geschossen wird. "Ich strebe vor allem nach sportlichen Erfolgen", verriet Alexander Lehmann, der bei den offenen Uckermärkischen Meisterschaften in Schwedt im vorigen Jahr seinen ersten Titel holen konnte.

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Andreas Mielke hilft Besucher Erik (9) in der Königshalle der Eberswalder Schützengilde, das Luftdruckgewehr anzulegen.

© MOZ/Thomas Burckhardt

Für Winand Staff (53), den zweiten Vorsitzenden des 81 Mitglieder zählenden Vereins, sind Pokale und Plätze auf dem Treppchen nicht mehr ganz so entscheidend. "Mir geht es um das Gemeinschaftsgefühl und die Geselligkeit", gab der Vize zu. Am eigentlichen Sport reize ihn vor allem dessen tiefenentspannende Wirkung. "Wenn ich die Waffe anlege, bin ich voll konzentriert. Und jeder Alltagsstress fällt von mir ab", sagte Winand Staff.

Dass die Sportschützen in der Öffentlichkeit oft keinen guten Leumund haben, missfällt auch Erhard Schmäck (83), dem an Lebensjahren ältesten Mitglied. Der Schützenbruder, der noch immer an Wettkämpfen teilnimmt, verweist auf die immer schärfer werdenden Waffengesetze, denen sich auch die Eberswalder Vereinsmitglieder beugen. Der zweite Vorsitzende ergänzt: Nur, wer schon mindestens ein Jahr lang dem Verein angehöre, ein Führungszeugnis vorzeigen und einen Sachkundenachweis erbracht habe, dürfe eine Waffenbesitzkarte beantragen und sich danach ein Klein- oder Großkalibergewehr zulegen. "Es ist ja auch in unserem Sinne, wenn die schwarzen Schafe, die es überall gibt, in Schützengilden erst gar nicht zum Zuge kommen", hob Winand Staff hervor.

Und wo der Vize gerade dabei war, räumte er noch mit einem zweiten Vorurteil auf. "Wenigstens bei uns wird niemand arm, wenn er Schützenkönig oder Schützenkönigin wird", sagte er. Beide hätten nach ihrem Triumph jeweils 150 Euro in die Vereinskasse zu zahlen, die Zweit- und Drittplatzierten, bei den Männern erster und zweiter Ritter und bei den Frauen erste und zweite Dame genannt, jeweils 100 und 75 Euro. Amtierender König ist Mike Sontag, amtierende Königin Martina Dietze.

Ohne finanzielle Verpflichtung für die Teilnehmer wurde beim Tag der offenen Tür der Eberswalder Schützengilde um den Bürgerpokal geschossen. Gewonnen haben Mirko Albrecht, Maik Päpke und René Dimitrov.

www.eberswalderschützengilde.de

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