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Schüler des Barnim Gymnasiums präsentieren beim Sommerfest die Ergebnisse aus einer spannenden Projektwoche

Filmset aus Legosteinen

In der Projektgruppe "Stop-Motion Animation" haben Schüler des Barnim Gymnasiums eine selbst entworfenes Filmkulisse fotografiert und die Bilder später mithilfe einer Handy-Applikation zu einem Film zusammengefügt.
In der Projektgruppe "Stop-Motion Animation" haben Schüler des Barnim Gymnasiums eine selbst entworfenes Filmkulisse fotografiert und die Bilder später mithilfe einer Handy-Applikation zu einem Film zusammengefügt. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Patrizia Czajor / 18.07.2017, 07:55 Uhr
Bernau (MOZ) Eine Woche haben sich Schüler des Barnim Gymnasiums mit Themen beschäftigt, die sonst nicht unbedingt auf dem Lehrplan stehen. Die Ergebnisse der künstlerischen Projekte aus den Bereichen Film, Ernährung oder Elektronik präsentierten sie auf dem alljährlichen Sommerfest.

Den meisten wird dieser Moment im Film "Titanic" bekannt sein, in dem Jack und Rose gemeinsam am Bug des Schiffes das Gefühl des Fliegens verspüren. In der Projektgruppe "Stop-Motion Animation" am Barnim Gymnasium haben die Schülerinnen Lisa Pratzer und Maya Tomek diese Szene ein wenig uminterpretiert. In ihrer Titanic-Parodie stürzt Rose nämlich doch von der Reling, weil sie ein Fußball am Kopf trifft. Als Jack es schafft, sie mit einem Seil aus dem Wasser zu retten, ist es wiederum sie, die ihn von Bord schubst.

Präsentieren durften die beiden Elftklässlerinnen ihren ungewöhnlichen Stop-Motion Film "Tipanic" schließlich auf dem jährlich stattfindenden Sommerfest, auf dem insgesamt 35 Gruppen das Ergebnis aus einer Woche Projektarbeit vorstellten. "Das Besondere an dieser Art des Films ist, dass er sich aus hintereinander abgespielten Bildern zusammensetzt", erläutert Lehrerin Susann Richter, die das Filmprojekt betreut hat. Geradezu intuitiv hätten die Schüler eine Handy-Applikation genutzt, um Bild und Ton problemlos zusammenzufügen. "Sie brauchten dafür keine spezielle Instruktion", sagt Susann Richter.

Aufwendig ist die Fertigstellung eines Stop-Motion-Filmes dennoch, wie Maya und Lisa jetzt aus eigener Erfahrung sagen können. "816 Fotos haben wir gemacht", erzählt Maya. Schwierig sei etwa gewesen, die Schnelligkeit der einzelnen Bewegungen richtig einzuschätzen.

Von den Ergebnissen der Projektwoche, an der Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse teilgenommen haben, ist Lehrerin Yvonne Oppen, zuständig für die Organisation der Veranstaltung, begeistert. "Selbst wenn manchmal die Lehrer das Thema vorgegeben haben, haben die Schüler immer noch etwas Eigenes mit einfließen lassen", sagt sie. Nicht nur Schüler, auch Eltern konnten sich im Rahmen des Sommerfestes zum Beispiel davon überzeugen, wie selbstgemachte Süßigkeiten schmecken oder wie Roboter mit Legobausteinen erschaffen werden.

Lehrer zeigten ihren Schülern zudem, wofür sie sich abseits ihres Unterrichtsfaches interessieren. "Ich kann den Schülern etwas beibringen, worauf sie auch Lust haben - Französisch gehört nämlich nicht dazu", stellt Anke Müller amüsiert fest. So hat sich die Lehrerin dafür entschieden, ihr eigenes Hobby vorzustellen - den Bau von Miniaturhäusern. Die Bücherregale, Kommoden oder Schreibtische in Miniaturformat erhalten an diesem Tag auch nur noch den letzten Anstrich.

Lara Sekula hat sich bei ihrem Piano für Mahagoni als Farbton entschieden. "Fast drei Tage habe ich an dem Instrument gebastelt", sagt sie. Das Zusammenbauen, Schleifen, Malen und Lackieren sei aufwendiger als gedacht gewesen. "Am Ende aber ist man sehr stolz darauf", findet die Schülerin.

Stolz ist Doreen Koza, Lehrerin für Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde, auf ihre Tänzer. Sie werden im Laufe des Festes ein paar Tanzeinlagen im Innenhof des Schulgebäudes zum Besten geben. Gelernt haben die 15 Schüler die Tanzschritte von Disco Fox bis Salsa in vier Tagen.

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