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Altes bewahren, Neues schaffen

Sie wollen die Sanierung der Orgel in der St. Katharinenkirche auf den Weg bringen und "um zu einem Projekt aller" werden lassen.
Sie wollen die Sanierung der Orgel in der St. Katharinenkirche auf den Weg bringen und "um zu einem Projekt aller" werden lassen. © Foto: MZV
Dr. Beatrix Wuntke / 18.07.2017, 08:54 Uhr
Brandenburg (MZV) Am 26. Juni fanden sich auf Einladung des Kantors Fred Litwinski 30 Personen im Gemeindesaal der St. Katharinen-Kirchengemeinde zu einem ersten Treffen des Freundeskreises Orgelprojekt St. Katharinen zusammen. Mit ansteckender Begeisterung stellte Fred Litwinski gemeinsam mit dem Orgelsachverständigen des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, Winfried Kuntz, das Projekt vor. Es geht um die Instandhaltung und Erweiterung der Orgel der St. Katharinen-Kirche in Brandenburg a. d. Havel. Die Orgelanlage muss dringend saniert werden. Das bietet die Gelegenheit, durch eine Registererweiterung und einen neuen, fahrbaren Spieltisch das Klangerlebnis einzigartig zu verbessern. Die St. Katharinen-Kirche gehört zu den größten und bedeutendsten gotischen Backsteinkirchen Norddeutschlands. Ihre Orgel wurde 1726 vom berühmten Orgelbauer Joachim Wagner errichtet. Das barocke Gehäuse der Orgel ist bis heute erhalten und begeistert die Kirchenbesucher. Die Orgel selbst unterlag jedoch im Laufe der Geschichte einigen klanglichen Umgestaltungen, die häufig dem jeweiligen zeitgenössischen Musikgeschmack geschuldet waren. Die anstehende Sanierung bietet die Gelegenheit, eine sinfonische Klangvielfalt zu ermöglichen und damit auch das Repertoire der mit den Orgeln zu spielenden Musik zu erweitern. Schon jetzt sind die sommerlichen Orgelkonzerte in St. Katharinen Anziehungspunkt für Musikliebhaber aus nah und fern. Durch die vorgeschlagene Erweiterung könnte auch romantische sowie moderne angelsächsische und französische Orgelmusik stilgerecht aufgeführt werden. Ein fahrbarer Spieltisch, der im Kirchenraum stehen würde, böte die Möglichkeit, mit mehreren Organisten oder auch mit einem Orchester gemeinsam zu spielen. Dabei blieben die vorhandenen Spieltische an den Orgeln erhalten, aber der neue fahrbare Spieltisch ermöglicht mehr musikalische Vielfalt und bietet gleichzeitig dem Publikum die Möglichkeit, den sonst weit entfernt an der Orgel sitzenden Organisten direkt und unmittelbar beim Orgelspiel zu erleben.

Im Anschluss an die Vorstellung des Projektes entspann sich eine lebhafte Diskussion zu den Möglichkeiten, dieses ambitionierte Vorhaben zu unterstützen. Neben Eigenmitteln und einzuwerbenden Fördergeldern wird auch private Unterstützung benötigt. Es wurde ein bereits realisierter Aufsteller für die St. Katharinen-Kirche vorgestellt. Dieser soll in der Kirche stehen und die Besucher über das Projekt informieren. Ebenso gibt es Flyer, die vom Freundeskreis nun an weitere mögliche Unterstützerinnen und Unterstützer verteilt werden. Intensiv wurden weitere Ideen zur Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. Bereits jetzt unterstützen prominente Persönlichkeiten das Projekt und es sind für 2018 schon mehrere Benefizkonzerte zugesagt. Prominente Unterstützer des Vorhabens sind die Oberbürgermeisterin der Stadt Frau Dr. Tiemann, Kreuzkantor Roderich Kreile, der Organist Prof. Matthias Eisenberg und der weltbekannte Trompeter Prof. Ludwig Güttler.

Für das Gesamtvorhaben wird eine Summe von 650 000 Euro benötigt. Der Freundeskreis stellt sich einer ambitionierten Herausforderung.

Das Projekt bringt nicht nur für die St. Katharinen-Kirche, sondern auch für die Stadt Brandenburg ein neues hochattraktives Klangerlebnis. Daher soll es intensiv in der Bevölkerung bekannt gemacht werden, um zu einem Projekt aller zu werden.

Freundeskreis Orgelprojekt

St. Katharinen Brandenburg

Dr. Beatrix Wuntke

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