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Mit dem Drahtesel das Klima schützen

Sie treten sonst nicht nur auf der Stelle: Sandra und Klaus Lechner radeln viel und haben auch Verbesserungsvorschläge für die Radwege in der Umgebung.
Sie treten sonst nicht nur auf der Stelle: Sandra und Klaus Lechner radeln viel und haben auch Verbesserungsvorschläge für die Radwege in der Umgebung. © Foto: MZV
Sophie Schade / 18.07.2017, 09:15 Uhr
Birkenwerder (OGA) Bei der Abschlussfeier des ersten Stadtradelns in Birkenwerder war der Einsatz aller Gäste gefragt: Der Strom für die Musikanlage wurde nämlich passenderweise mithilfe von zwei daran angeschlossenen Fahrrädern produziert. Wurde nicht in die Pedale getreten, gab es auch keine Musik zum Feiern.

Dass die Birkenwerderaner aber viel Kraft in den Beinen haben, zeigt sich in den vergangenen drei Wochen: 42 Zweirad-Enthusiasten nahmen am Stadtradeln teil und dokumentierten ihre mit dem Drahtesel zurückgelegten Kilometer. Am Samstagabend standen rund 5 700 Kilometer auf dem Konto - eine stolze Summe für die knapp 8 000 Einwohner zählende Gemeinde. Birkenwerders Klimaschutzmanager Gunnar Thöle zeigte sich zufrieden mit der Beteiligung an der bundesweiten Aktion. Mit Blick auf die Kilometer-pro-Einwohner-Quote liegt die Gemeinde übrigens im guten Mittelfeld.

"Wir haben damit 802 Kilogramm Kohlendioxid eingespart", freute er sich. Der erste Schritt sei damit getan, in den kommenden Jahren würden dann hoffentlich noch mehr Radler an der Aktion teilnehmen.

"Die Zahl der Fahrräder am Bahnhof zeigt auf jeden Fall, dass da noch Potenzial ist", findet auch Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF). Gleichzeitig sei das Stadtradeln eine gute Gelegenheit, auf Probleme in der Infrastruktur des Ortes aufmerksam zu machen. "Gerade die Kreuzung vor dem Rathaus ist immer viel befahren und damit ein Gefahrenpunkt. Wenn der Autoverkehr hier etwas minimiert werden könnte, würde das die Lage sehr entspannen", so Zimniok.

Sandra und Klaus Lechner, die ebenfalls an der Aktion teilnahmen, fiel außerdem auf, dass die Radwege häufig zu schmal oder mit Verkehrsschildern oder Mülltonnen verstellt seien. "Da muss sich etwas ändern", war sich das Ehepaar einig.

Sie gehören zu denen, die es wissen müssen, immerhin haben sie mit zusammen 1 700 Kilometern einen enormen Beitrag zum Kilometerkonto geleistet. Diskutiert wurde auch die Gründung einer Interessengemeinschaft Fahrrad, in der für eben solche Probleme Lösungen gefunden werden könnten.

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