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Marco Winkler 21.07.2017 06:30 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Schulz hätte William und Kate gern nach Schwante geholt

Schwante/Berlin (OGA) Die mediale Aufregung nimmt wohl langsam ein Ende. Die Royals sind bis heute zu Besuch in Berlin, unter anderem im Ballhaus. Noch lieber hätte Chef Christian Schulz Prince William und Herzogin Kate in seinem Schloss in Schwante gesehen.

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Fotomontage: So könnte es ausgesehen haben, als Prinz William und seine Frau Kate am Donnerstagabend im Spiegelsaal von Christian Schulz in Clärchens Ballhaus ihre Gäste begrüßten.

© Bernd Schöneberger und dpa

Berlin, Heidelberg, Hamburg. Das Pensum von William und Kate hat es in sich. Die Thronfolger wollen (oder sollen) während ihres Berlin-Aufenthalts scheinbar so viel deutsche Luft schnuppern. wie in ihre britischen Lungen passt. Dabei kommt die hippe und kreative Berliner Szene nicht zu kurz.

Am Donnerstagabend waren sie im mehr als 100 Jahre alten Spiegelsaal des kultigen Tanzlokals Clärchens Ballhaus. Für Chef Christian Schulz, der auch Eigentümer von Schloss Schwante ist, bedeutet das: 150 geladene Gäste auf 120 Quadratmeter.

"Die britische Botschaft hat mich ganz offiziell angefragt", so Schulz. Der 42-Jährige ist hohen Besuch gewöhnt: "Vor ein paar Wochen war Angela Merkel hier, diese Woche Herbert Grönemeyer." Schulz kennt das Promi-Brimborium, bleibt aber locker und freut sich über einen ganz besonderen Zufall: "Wir spielen mit dem Monbijou Theater gerade ein Windsor-Stück von Shakespeare im Schloss Schwante, das passt einfach zu gut."

Kurz nachdem die königliche Familie aus dem Hause Windsor Berlin verlassen haben wird, legen die scharfzüngigen "Lustigen Weiber von Windsor" in Schloss Schwante am Sonntag erst so richtig los. Die Vorstellung ist ausverkauft.

Für die zweite Aufführung am 13. August gibt es allerdings noch einige Karten für Theaterliebhaber, die sich für die schmutzige Wäsche hinter der britischen Noblesse interessieren. "Journalisten habe ich aber erzählt, dass es die Möglichkeit gab, dass William und Kate nach Schwante kommen", verrät Christian Schulz mit einem süffisanten Lächeln.

Ganz so stimme das natürlich nicht. "Die Britische Botschaft hat sich für Schwante nicht wirklich interessiert, es stand nie zur Debatte, dass William und Kate nach Oberhavel kommen" Aber: "Der royale Auftritt sollte etwas für Schwante abwerfen." Das Ballhaus an sich bräuchte keine PR. Seit zwölf Jahren betreibt er die Ur-Berliner Kultstätte mit seinem Team und beschreibt sie wie folgt: "Es birgt die deutsche Geschichte, ist ein Phänomen mit vielen Assoziationsmöglichkeiten." Deshalb gab es auch kaum Renovierungsarbeiten. "Nichts wurde hochsaniert, nur etwas entmüllt, die Zeit sozusagen konserviert." Das Haus sollte seinen Charme behalten. "Spiegel, Stadt, Tanz, Liebe", bringt es Christian Schulz wohl auf den Punkt.

Tausende Passanten gehen täglich am Haus vorbei, "und Tausende erzählen etwas Interessantes darüber." Es sei ein Ort der Inspiration. Ein Ort der kreativen Szene, nach wie vor. Genau deshalb verschlägt es laut britischer Botschaft William und Kate dahin. "Sie haben einen Ort für junge Leute gesucht, und das Ballhaus repräsentiert Berlin." Zwar ohne Party-Drogen-Chic wie andere Clubs, aber eben auch ohne spießigen Biedermeier-Meistersaal. "Die Leute kommen zu uns, weil wir bunte Hunde sind."

Die Royals sind beide 35 Jahre alt. Mit dabei haben sie ihre Kinder George (3) und Charlotte (2) - und strenge Sicherheitsvorkehrungen. Von denen bekam Christian Schulz nicht viel mit. Die Botschaft kümmere sich. Er begrüßte die Royals am Ballhaus. Der Biergarten sollte dabei belebt wirken. "Es ist alles Teil der Inszenierung."

Alles also ein Stück weit Theater, Kunst, Performance. Im Anschluss - nachdem die Fotografen ihre Fotos schießen konnten - ging es in den Spiegelsaal zu Buletten und Senf aus Bautzen. Christian Schulz hatte sich im Vorfeld noch vorgenommen, den Royals sein Schloss Schwante zu empfehlen. Vielleicht sind William und Kate ja bei ihrem nächsten Besuch in Oberhavel zu Gast - und geben sich selbst als lustige Windsors auf dem Land.

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