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15.01.2008 15:44 Uhr

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Mutter bestreitet heimtückischen Mord an ihrer Tochter

Berlin . Im Indizienprozess um den heimtückischen Mord an der achtjährigen Amani hat die Mutter des Kindes am Dienstag ihr Schweigen gebrochen und die Tat bestritten. "Amani war die Freude und der Sinn meines Lebens - ich bin sicher, dass ich es nicht war", ließ die geschieden Frau vor dem Berliner Landgericht über ihre Anwältin vortragen.

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Die Schülerin wurde am Morgen des 5. Mai 2007 von einer Spaziergängerin mit durchschnittener Kehle auf einer Bank in einer Grünanlage an der Wilmersdorfer Forckenbeckstraße entdeckt. Amanis Mutter wurde einen Tag später verhaftet. Die frühere Studentin und zuletzt arbeitslose Frau sitzt seither in Untersuchungshaft.

Die kräftig gebaute Frau wirkte im Prozess interessiert, aber nicht so, als ob es sich um ihr Kind handelte, das ermordet wurde. Sie spricht nicht selbst. Ihre Aussage wurde von Verteidigerin Beate Böhler verlesen. Es heißt darin, "ich habe Amani über alles geliebt und weiß nicht, wie ich mit dem Verlust fertig werden soll".

Die Anklage nennt kein Motiv für das erschütternde Verbrechen. Die 33-jährige Frau, die mit ihrer Tochter zuletzt in einem Heim nahe dem Park lebte, kann sich angeblich nicht erinnern, was an jenem Tag geschah. Nach Angaben von Justizsprecherin Iris Berger gebe es Hinweise auf Wahnideen.

Verteidigerin Beate Böhler erklärte am Rande des Prozesses, es spreche wenig für die Schuld ihrer Mandantin. Die Ermittler hätten sich sehr schnell auf die Angeklagte konzentriert, kritisierte die Anwältin. Soweit Blutspuren an der Kleidung der Mutter gefunden wurden, "sei wenig eindeutig, wie es herankam". Spekulationen, dass die Angeklagte tötete, weil sie ein Kind mit einem anderen Mann plante, bezeichnete Böhler als "Unsinn".

Die Angeklagte hielt ihre körperlich früh entwickelte Tochter eigenen Angaben nach für "besonders gefährdet". Wegen ihrer weiblichen Formen könnte sie Menschenhändlern zum Opfer gefallen sein, hatte die Mutter spekuliert. Sie habe schon zuvor sexuelle Übergriffe auf das Kind befürchtet. Eine Untersuchung habe einen Missbrauch aber nicht bestätigt.

Vom Vater des Mädchens hatte sich die Angeklagte schon bald nach der Geburt getrennt. Sie sei sehr glücklich mit Amani gewesen und habe sich voll auf das Kind konzentriert. Es sei nicht leicht gewesen, weil sie nach der Geburt 1999 erkrankt sei und das Studium nicht beenden konnte. Von ihrer Familie und dem Kindsvater habe sie keine Unterstützung erhalten.

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