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"Freundschaft" feiert Geburtstag / Leitung und Träger erinnern sich an die Anfänge / Zahlreiche ehemalige Kita-Kinder zu Gast

Kita leistet seit 45 Jahren integrative Arbeit

Katrin Hartmann / 04.08.2017, 19:39 Uhr
Wriezen (MOZ) Mir ihren 45 Jahren ist die Kita "Freundschaft" die älteste Kita in der Oderbruchstadt. 1972 eingeweiht, war die Einrichtung bislang immer voll ausgelastet. Ihren Ehrentag hat sie am Freitag mit einem großen Fest gefeiert.

So einen Einlauf erleben Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde, Verwandte und andere Bekannte nicht alle Tage. Mit selbst gebastelten Trommeln zogen die Kinder der Kita "Freundschaft" am Freitag auf ihre Außenanlage. Dabei nicht zu übersehen, die Zahlen 4 und 5, die die Wangen der meisten Mädchen und Jungen zierten.

Eins war offensichtlich: Hier wird etwas gefeiert. Und nicht nur irgendetwas, sondern der 45. Geburtstag der Kita. "Als ich hier angefangen habe", sagte Kita-Leiterin Sabine Heymann, "stand kein Baum. Wir mussten erst einmal für Schatten sorgen", fügte sie hinzu und ließ nicht unbemerkt, dass auch die erste Leiterin der Kita sich den Geburtstag nicht entgehen ließ. Fanny Götschke hatte das Haus beim Bau begleitet und konnte sich noch an die Eröffnung erinnern, als wäre sie gestern gewesen. "Vor mir lag eine verantwortungsvolle Aufgabe", sagte die ehemalige Leiterin, die der Einrichtung 16 Jahre vorstand. "Ich wurde aus Freienwalde in dieses neue Projekt geschickt, für das die Kombination aus Krippe und Kindergarten neu in der Region war", sagte sie. Und Fanny Götschke bewährte sich.

Sabine Heymann und Mitarbeiterin Doris Will sorgten mit ihr anfangs dafür, dass sich Kinder und Eltern mit der Einrichtung wohlfühlten. In der Außenanlage wuchsen mehr und mehr Bäume, die heute für ausreichend Schattenplätze auf dem Gelände in der Friedrich-Fröbel-Straße sorgen.

Sabine Heymann und Doris Will gehören heute zu den Mitarbeiterinnen mit den meisten Dienstjahren. 44 Jahre sind die beiden Frauen schon mit der Aufgabe der Kindererziehung betraut. Dies wollte auch der Träger der Einrichtung nicht unerwähnt lassen. Cordula Töpfer und Karsten Schulte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Märkisch-Oderland-Ost beglückwünschten die am längsten dort tätigen Kollegen und sprachen ihnen ihren Dank für eine gute Zusammenarbeit aus. "Die Kita wird heute nicht nur 45 Jahre alt. Wir feiern mit 25 Jahren auch Silberhochzeit", verwies Karsten Schulte, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes, zudem auf seit 1992 bestehende Trägerschaft.

Bis 1990 war die Einrichtung in Kindergarten und Krippe getrennt. Der dafür symbolische Zaun kam in diesem Zuge weg, so Kita-Leiterin Sabine Heymann. Den Namen "Freundschaft" erhielt die Einrichtung 1975, drei Jahre nach ihrer Gründung. Fanny Götschke hat ihre Arbeit als angenehm in Erinnerung. "Es waren gute Jahre. Wir haben jede Menge Auszeichnungen bekommen", sagte sie.

Eine symbolische Auszeichnung mehr bekamen die Leiterinnen am Freitag ebenfalls. Die Mädchen und Jungen hatten das Lied "Lieblingsmensch" der Sängerin Namika in leicht abgewandelter Form einstudiert und gaben ihren Erzieherinnen damit ein besonderes Kompliment.

Um auch den ehemaligen Kita-Kindern, die zahlreich unter den Gästen vertreten waren, beziehungsweise den heutigen Eltern eine Reise in ihre Kindheit zu verschaffen, wurde das Geburtstagsprogramm mit Liedern aus vergangenen Zeiten aufgepeppt. Neben "Hänschen klein" und "Große Uhren machen ticktack" gaben die Mädchen und Jungen auf der kleinen Bühne auch "Jetzt fahrn wir übern See" und unter viel Gestampfe "Die wilden Reiter" zum Besten.

Weil die gesamte vergangene Woche bereits zur Geburtstagswoche auserkoren war, hatten die Erzieher auch das versprochene Geschenk vor den Kindern nicht mehr versteckt halten können. Durch zahlreiche Eltern und Spender hatte die Kita eine Wasserlandschaft auf ihrem Hof errichtet. Im Oktober, wenn die Sommermonate zu Ende gehen, wird die Leitung sich mit einer gesonderten Veranstaltung bei den Spendern bedanken, versprach Kita-Leiterin Sabine Heymann. Vielleicht reichen die Spenden auch noch für eine Erweiterung an der Wasserlandschaft, stellte sie in Aussicht.

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