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Premiere beim Altfriedländer Fischerfest spült 1500 Euro in die Spendenkasse für den geplanten Stegebau

Fischertanz und Entenrennen

Zieleinlauf der Enten: Kristy Augustin und Steffen Lübbe (vorn, v.l.) halten die drei Sieger des 1. Altfriedländer Entenrennens in den Händen. Die Plastiktierchen waren in der von der Seelower Feuerwehr ausgeliehenen Ölsperre gen Strand gepustet worden.
Zieleinlauf der Enten: Kristy Augustin und Steffen Lübbe (vorn, v.l.) halten die drei Sieger des 1. Altfriedländer Entenrennens in den Händen. Die Plastiktierchen waren in der von der Seelower Feuerwehr ausgeliehenen Ölsperre gen Strand gepustet worden. © Foto: Johann Müller
Ines Weber-Rath / 06.08.2017, 19:54 Uhr - Aktualisiert 07.08.2017, 09:07
Altfriedland (MOZ) Die Premiere ist geglückt: Das 1. Altfriedländer Entenrennen auf dem Klostersee hat am Sonnabend Nachmittag 1500 Euro in die Spendenkasse für den Neubau der Badestege gespült. Hunderte Besucher des traditionellen Fischerfestes verfolgten das Spektakel am Ufer.

Zum ersten Mal ließen die Altfriedländer auf ihrem Fischerfest die Enten los. Neptun blieb seiner Tradition treu und auch den Fischerumzug gab es wieder.
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22. Fischerfest in Alfriedland

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Majestätisch schritt Markgraf Karl alias Ortsvorsteher Dieter Arndt hinter den Fischern und ihren Frauen und neben dem Fischerkahn her, in dem erstmals die 13-jährige Paula Jahncke aus Gottesgabe als kleine Meerjungfrau Platz genommen hatte. Angelfreunde aus der Kleingartenanlage "Am Wald" zogen den Kahn: Auch beim 22. Altfriedländer Fischerfest startete das Hauptprogramm mit dem traditionellen Fischerzug durchs Dorf.

Angeführt vom Hölschebure Hans Andreas mit seinem Schifferklavier ging es vom Dorfrand aus in Richtung Festplatz. Den Altfriedländer Fischertanz tanzten die Teilnehmer des Umzugs unterwegs mehrfach. Zuerst beim Stopp am Gasthaus "Zur Wende", dessen Wirtin dafür jedem ein Bier spendierte.

"Wenn wir im Sommer nach Altfriedland geh'n" sangen und tanzten die Fischersleut' auch vor der Klosterkirche und am Ende auf der Bühne am Park. Dort begrüßte der Altfriedländer Wasserschulze alias Hans-Jürgen Jahncke die Gäste nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Polnisch und Französisch. Denn unter den Zuschauern waren die Besucher aus Seelows französischer Partnerstadt Nangis.

Der Wasserschulze dankte den Mitgliedern des neuen Festkomitees für ihr Engagement zur Rettung des Fischerfestes. Nur einer macht bei dem seit zwei Jahren nicht mehr mit: Der örtliche Fischer Timm. Den Fischstand zum Fest hatte der Buckower Fischer aufgebaut.

Dann zog der Tross hinunter zum Strand des Klostersees, wo Neptun mit seinem Gefolge hinter dem Schilfgürtel auftauchte.Beim plötzlich aufkommenden starken Wind hatte der Meeresgott (alias Harald Balke aus Lietzen) Mühe, sich aufrecht zu halten. Bevor er zur Taufe "besonders widerspenstiger junger Erdlinge" schritt, richtete Neptun das Wort an die Fischerfest-Besucher.

Er wundere sich, dass der Gutspark - längst nur Wald - laut Behörde ein Landschaftsdenkmal sein soll. "Erdlingsquatsch" ist das für den Meeresgott. Und Ortsvorsteher Arndt freut sich, dass das von den Altfriedländer Kindern heiß ersehnte Fußballtor am Rande des Parks in dieser Woche nun doch aufgebaut werden kann - dank Spenden.

Nachdem sich Neptun angesichts des zerstörerischen Tuns des Nagers am Klostersee der Losung "Bibermützen für alle" angeschlossen, die seines Erachtens unsinnige Forderung von "Erdlings-Oberhäuptern" nach einer Badeaufsicht am See gerügt und sich laut gewundert hatte, seit wann Enten rennen können, gingen diese an den Start: Die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy-Augustin und ihr Mitarbeiter Steffen Lübbe stellten den Karton mit 300 knallgelben Quietsche-Enten ins Boot von Feuerwehrmann Gerald Ruschke, der sie mit Altfriedlands Feuerwehrchef Lars Knaack hinaus auf den See ruderte. Die zehn "Nachzügler"-Enten der Kindervereinigung Seelow brachte Wolfgang Opitz schwimmend zum Boot. Alle 300 Enten waren für je fünf Euro verkauft worden.

Die "Rennstrecke" markierten die Feuerwehrleute mit einer Ölsperre, die Seelows Wehr den Altfriedländern geliehen hatte. Dafür, dass es ein Enten-Rennen und kein Schleichen wurde, sorgte ein großer Lüfter als Leihgabe der Neuhardenberger Wehr. Mit Spannung verfolgten Hunderte Zuschauer den Zieleinlauf der Enten. Schließlich ging es um attraktive Preise. Der Hauptpreis ist ein Rundflug vom Neuhardenberger Flugplatz aus. Den hat die Ente mit der Nummer 17280 gewonnen, deren Besitzer bei der Siegerehrung nicht auszumachen war. Vom Spaß, den die Zuschauer beim Entenrennen hatten, zeugen Kommentare wie: "Die Sieger bitte zur Dopingkontrolle!" oder "das waren Flugenten" für die Teilnehmer, die es über die Ölsperre geschafft hatten. Für die Altfriedländer zählt, dass sie mit der Aktion und den Einnahmen aus dem Eintritt ihrem Stegebau ein Stück näher gekommen sind.

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