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Ganz im Zeichen von "Kranich-Ekke"

Suppenköche: Carola Böhm und Detlef Groß aus Sommerfeld wollen die Tradition, die der Naturfreund Ekkehard Hinke einst begründet hat, weiterführen.
Suppenköche: Carola Böhm und Detlef Groß aus Sommerfeld wollen die Tradition, die der Naturfreund Ekkehard Hinke einst begründet hat, weiterführen. © Foto: Inez Bandoly/MOZ
Inez Bandoly / 13.08.2017, 20:01 Uhr
Linum/Hennigsdorf (iby) Einmal im Jahr kommen die Mitglieder des Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch (LFV) und dessen Freunde zusammen und feiern ihr Turmfest. Es ist ein lauschiges Plätzchen, das die  Naturfreunde am Obergrundkoppelteich im Linumer Teichgebiet liebevoll "Unkenteich" nennen. Der LFV hatte den in den 1990er-Jahren fast zugewachsenen und auf Grund undichter Dämme ausgetrockneten Teich gepachtet und ihn wieder zu einem Lebensraum für Wasservögel und Amphibien gemacht. Auch ein Aussichtsturm wurde gebaut und gestattet Besuchern einen weiten Blick ins Luch.

Das diesjährige Fest an der Aussichtskanzlei stand ganz im Eindruck des plötzlichen Todes des langjährigen Vereins- und Vorstandsmitgliedes Ekkehard Hinke, der am 29. Juni im Alter von 78 Jahren verstorben ist. "Just an diesem Tag öffnete der Himmel seine Schleusen und bescherte uns an diesem Tag diese Extremregenmengen in der Region mit teils über 200 Liter Wasser auf den Quadratmeter. War das ein Omen auf den diesjährigen Sommer?", so der Vereinsvorsitzende Sebastian Partzsch.

Die Naturschützer nutzten die Gelegenheit und die fast familiäre Atmosphäre, um auch an "Kranich-Ekke" zu erinnern. Eine Gedenktafel für den passionierten Kranichbeobachter wurde am Unkenturm angebracht.

Ekkehard Hinke, der einen Großteil seiner Kindheit in Linum verbracht hat, lag das Luch immer sehr am Herzen. "Er war ein Mensch, der ein außerordentliches Verhältnis zu Tieren hatte. Besonderes Interesse zeigte Ekke an den Turm -und Wanderfalken in Hennigsdorf und später natürlich an den Tieren, mit denen er über die Jahre hinaus bekannt wurde: den Kranichen", berichtet Sebastian Partzsch.

In ganz spezieller Verbindung mit dem Vereinsfest wird auch Ekkehard Hinkes schmackhafte Suppe in Erinnerung bleiben. Damit stand er jedes Jahr mit selbst gebautem Ofen neben dem auch sonst reichhaltigen Büffet.

"Das Rezept hat er nie verraten", sagte Detlef Groß. Mit ihm und seiner Lebensgefährtin Carola Böhm bahnt sich vielleicht eine neue Tradition an. Beide sorgten beim Turmfest mit zwei Suppen dafür, dass keiner darauf verzichten musste.

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