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Mehr Leben am Hafen

Im Vordergrund stehen die Touristen: Otmar Kampert und Gotlind Schnabel aus dem Münsterland legen eine Pause auf dem Gelände der Flexmarine ein. Im Hintergrund sorgt Theodor Randhagen dafür, dass sich die Touristen bei ihm wohl fühlen.
Im Vordergrund stehen die Touristen: Otmar Kampert und Gotlind Schnabel aus dem Münsterland legen eine Pause auf dem Gelände der Flexmarine ein. Im Hintergrund sorgt Theodor Randhagen dafür, dass sich die Touristen bei ihm wohl fühlen. © Foto: MZV
Roland Becker / 15.08.2017, 18:37 Uhr
Hennigsdorf (HGA) "Hunger und Durst? Fassbier und Wurst!" So kann Reklame funktionieren. Der Aufsteller direkt am Mauerradweg lockt viele Radler auf die Marina am Hennigsdorfer Hafen. Inhaber Theodor Randhagen startet in diesem Jahr eine Art Probesaison. Doch schon 2018 sollen ein Bistro und ein Sanitärgebäude für mehr Komfort sorgen.

Den Bauantrag hat der Wassersportbegeisterte bereits eingereicht. "Im Herbst wollen wir mit den Erdarbeiten beginnen. Unser Ziel ist es, dass zur Saison 2018 alles weitgehend fertig ist."

Doch schon jetzt schätzen Radfahrer und Wassersportler die Angebote am Hafen. So legten am Dienstag Gotlind Schnabel und Otmar Kampert, die aus dem Münsterland kommen, auf ihrer Radtour von Fürstenberg nach Brandenburg am Hafen eine Pause ein, um Brause und Eis unterm Sonnenschirm zu genießen.

"Das wird alles sehr gut angenommen", freut sich Theodor Randhagen über den Erfolg seiner sozusagen nullten Saison. Wenn es ums Ausleihen von Kanu und Kajak geht, seien viele Hennigsdorfer unter seinen Kunden. "Die Hennigsdorfer schätzen es, dass hier am Hafen etwas passiert, was sie lange vermisst haben", hat der Marina-Chef erfahren. Wer mehr als eine kleine Kajaktour im Sinn hat, kann ein Motorboot mit und ohne Kajüte oder ein Hausboot mieten. Und wer Respekt davor hat, solch ein Motorboot trotz der dafür in Brandenburg bestehenden Befreiung vom Führerschein zu fahren, der kann vor Ort gleich ein Training absolvieren.

Zumindest zum Ende der Saison kann auch ein Teil der gerade im Entstehen befindlichen Steganlage genutzt werden. "Da fehlt nur noch der Belag", sagt Randhagen mit Blick auf die im Wasser verankerte Stahlkonstruktion. Im kommenden Jahr sollen hier bis zu 44 Schiffe anlegen können. "Wir bekommen solche von bis zu 15 Meter Länge unter", erläutert der bislang noch in Bernau lebende Randhagen. Die Elektroanschlüsse werden allerdings erst 2018 installiert.

Die Marina schließt damit für Wasserwanderer eine Hennigsdorfer Lücke. Bislang ließen diese Touristen ihr Geld anderswo.

Schritt für Schritt, so hat es sich Randhagen mit seiner Familie vorgenommen, soll das Angebot am Hafen erweitert werden. Wenn der erste Bauabschnitt 2018 abgeschlossen ist, wird er bereits rund 600 000 Euro investiert haben. 2019 soll es dann gleich gegenüber weitergehen. Auf dem Gelände, auf dem sich Randhagen im vergangenen Jahr mit Public Viewing zur Fußball-EM den Hennigsdorfern bekannt machte, sollen ein Gebäude oder mehrere Bungalows zum Übernachten einladen. "Das wird ein Fahrradhotel mit einer Anfangskapazität von bis zu 20 Betten", schaut Randhagen voraus. Die Unterkünfte sollen jeweils auch mit einer kleinen Küche ausgestattet sein.

War die von Randhagen vor zwei Jahren getroffene Entscheidung richtig, am Hafen zu investieren? "Auf jeden Fall. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Da steckt Herzblut drin."

Wer die Marina bislang noch nicht kennt, kann zum Havelspektakel am 26. August einen Blick aufs Gelände werfen. Und er kann sich auf Standup-Boards im Paddeln üben.

Für den Start in diesem Jahr hätte sich Randhagen einige Sonnentage mehr gewünscht. Unabhängig vom Wetter ist der Imbiss freitags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet, an den anderen Tagen je nach Wetterlage. Kanus und Boote können unabhängig von Regen und Sonne jeden Tag ausgeliehen werden.

Weitere Informationen und Bootsbuchungen unter www.flexmarine.de

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