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Marco Marschall 24.08.2017 06:15 Uhr - Aktualisiert 24.08.2017 18:45 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Ferienkinder schippern von Schleuse zu Schleuse

Eberswalde (MOZ) Es ist Wasserwoche bei der Kinder- und Jugendakademie. Kurz vor halb zehn ertönt am Dienstag der Gong. Etwa 20 Kinder plus Erzieher versammeln sich am Tor. Dann geht es im Gänsemarsch zur Kupferhammerschleuse unweit der Johanniter-Einrichtung. Selber schwimmen sollen die Ferienkinder an diesem Tag nicht. Falls doch jemand in den Finowkanal fallen sollte, streifen sich zuvor alle eine dunkelblaue Rettungsweste über.

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Heidewitzka, Herr Kapitän! Das Biberfloß fährt samt Besatzung in die Kupferhammerschleuse ein. Vier Meter Höhenunterschied müssen dort überwunden werden.

© MOZ/Thomas Burckhardt

Die Kita hat das Biberfloß der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Finowkanal (KAG) gechartert. Jeweils in Achtergruppen soll sie das Gefährt, das vor allem an Wochenenden gern gemietet wird, bis zur Stadtschleuse und zurück tragen.

An der Kupferhammerschleuse wird jede Gruppe einmal hinab- und einmal hinaufbefördert. Vielleicht der Höhepunkt der ganzen Tour. "Der Höhenunterschied beträgt vier Meter", sagt Schleusenwärter Thomas Läder. Mehr geht im Finowkanal nicht.

"Wo bleiben die Wellen, die man uns angekündigt hat", fragt Erzieher Mario Henning, als es für die erste Gruppe hinabgeht. "Die kommen später beim Hochschleusen" , versichert ihm Jano Zöllner. Er ist seitens der KAG mit auf dem Floß und kennt sich mit dessen Fahrweise aus.

Ein 4,6-PS-Motor steckt im Gefährt mit dem kastenförmigen Aufbau, an dessen Heck sich auch eine Toilette befindet. Auf acht bis neun Stundenkilometer bringt es das Floß bei voller Fahrt. Höchstlast: 1400 Kilo.

Neugierig sitzen die kleinen Matrosen im Innenraum und am Bug des Biberfloßes und lassen die Landschaft an sich vorüberziehen. Für viele ist es nicht die erste Bootstour. Aber die erste auf dem Finowkanal. Es geht unter der Eisenbahnbrücke hindurch, vorbei am Wasser- und Schifffahrtsamt, durch die Wilhelmsbrücke bis zur Stadtschleuse. "Hallo Herr Schleusenmeister", rufen die Kinder dort dem Wärter mit dem Piratenkopftuch zu, der gerade schwer beschäftigt ist.

Dann wird gewendet und die Rücktour angetreten. Enten dösen auf einem Steg. Andere Kita-Gruppen winken den Floßfahrern von Land aus zu. Auf dem Gefährt hat die frische Luft nach einer knappen halben Stunde für Hunger gesorgt. Stullen und belegte Brötchen werden ausgepackt. Vorn am Floß ist auch ein Grill befestigt. Der allerdings kommt an diesem Vormittag nicht zum Einsatz. Nachdem beim Hochschleusen die versprochenen Wellen kommen, ist die nächste Gruppe an der Reihe.

Am Vortag durften die Kinder selbst schleusen und auch am Freitag wird das Thema Wasser die Einrichtung weiter beschäftigen. Dann ist Neptunfest angesagt. Statt die Kinder im Finowkanal zu taufen, greift der Wassergott aber sicherheitshalber aufs Bassin zurück.

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