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500 Gäste genießen Abend mit Musik und Essen in Schöneiche / Polnische Gäste wollen Idee mitnehmen

Parkpicknick als Exportschlager

Dicht an dicht: Im letzten Tageslicht genossen rund 500 Besucher am Freitagabend das traditionelle Picknick im Kleinen Spreewaldpark. Bei Lounge Musik und milden Temperaturen hatten es sich viele auf ihren Decken bequem gemacht.
Dicht an dicht: Im letzten Tageslicht genossen rund 500 Besucher am Freitagabend das traditionelle Picknick im Kleinen Spreewaldpark. Bei Lounge Musik und milden Temperaturen hatten es sich viele auf ihren Decken bequem gemacht. © Foto: Mara Kaemmel
Mara Kaemmel / 27.08.2017, 20:39 Uhr
Schöneiche (MOZ) Das traditionelle Parkpicknick am letzten Freitag im August lockte in diesem Jahr rund 500 Besucher in den Kleinen Spreewaldpark. Denn es gab nicht nur einen schönen Sommerabend mit Lounge Musik zu feiern, sondern gleich mehrere Jubiläen dazu.

Kurz vor dem Picknickstart um 18 Uhr hat Carola Grunwitz noch alle Hände voll zu tun. Die Bierbänke und -tische sind im Kleinen Spreewaldpark verteilt, das Brot auch. Jetzt stellt sie noch auf jeden Tisch ein Töpfchen Kräuterbutter, die Martin Walter vom familiengeführten Supermarkt im Ort gesponsert hat.

Eigentlich ist alles wie bei den vergangenen "Picknick & Co", die sie als Verantwortliche für Stadtmarketing immer am letzten Freitag im August organisiert hat, damit die Schöneicher mal aus ihren Gärten kommen, schwatzen und neue Leute kennenlernen können: Christof Rose wird als Langschlenderer mit seiner Lounge Musik die Leute unterhalten und farbiges Licht die Bäume ringsum illuminieren. Doch dieses Mal ist es auch ein wenig anders. "Das Picknick gibt den passenden Rahmen für mehrere Jubiläen", sagt sie.

Es sind gleich drei: Das Naturschutzaktiv ist 50 Jahre alt geworden, seit 20 Jahren gibt es den Kleinen Spreewaldpark mit dem großen Spielplatz und die Städtepartnerschaft mit der polnischen Gemeinde Lubniewice geht ins 25. Jahr. Deshalb ist heute deren Bürgermeister Tomasz Jaskula mit einer Delegation da. Zur Freude der elf Frauen und Männer stehen hübsch verpackte Picknickpakete bereit. Die Übersetzerin Marta Rusakiewicz, sagt: "Dieses Parkpicknick ist eine schöne Idee, die wir gern übernehmen würden". Schließlich gibt es in Lubniewice einen "Liebespark", der sich eignet.

Als Mitbringsel für die Gemeinde Schöneiche hat Tomasz Jaskula eine Holzscheibe dabei, die von einer 200 Jahre alten Eiche aus diesem Park stammt. Darauf sind die Wappen der beiden Gemeinden verewigt. Es ist eine Geste von Nähe, Dauer und des guten Willens, auch in den kommenden Jahren zusammenzuarbeiten.

Vor rund 500 Parkbesuchern, die sich inzwischen auch auf Decken vor der Bühne am ehemaligen Freizeitbad niedergelassen haben, verkündet der Schöneicher Bürgermeister Ralf Steinbrück gleich das nächste Partnerschaftsvorhaben. "Wir wollen gemeinsam Mittel beim Europäischen Fond beantragen, damit die Grüne Wabe endlich gebaut werden kann." Denn Spenden und Einnahmen aus dem sonntäglichen Kuchenverkauf im Kleinen Spreewaldpark reichen nicht für das langgeplante Haus für Umweltbildung.

Danach gleitet der Abend auf dem Klangteppich von Christof Rose ins Gemütliche. Überall werden Leckereien ausgepackt, Käse, Wurst, Kartoffelsalat. Renate Langer hat Kartoffelmuffins gebacken. Die Vorstandsvorsitzende der Chorgemeinschaft Schöneiche feiert mit ihren Sängern beim Picknick das jährliche Sommerfest. "Die Atmosphäre ist einfach wunderbar", schwärmt sie. Und der Trommelbauer und -lehrer Yann Hervo, der am Spielplatz Kinder an seine Instrumente lässt, erklärt:"Alt und Jung zusammen, das gefällt mir hier sehr." Carola Grunwitz freut das Lob und die Frage, die ihr viele stellen: In welchem Park findet das nächste Picknick statt?

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