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Henriette Brendler 31.08.2017 07:41 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Pneumant-Spieler auf dem Podest

Briesen (MOZ) Die Briesener Open sind seit Jahren eine feste Größe im Turnierkalender vieler Schachspieler. 148 von ihnen reisten zur 19. Auflage des Schachmarathons an, um in fünf Wertungsgruppen gegeneinander anzutreten. Podestplätze holten sich auch drei Spieler von der BSG Pneumant Fürstenwalde.

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Gut abgeschnitten: Johannes Georgi (l., BSG Pneumant), hier im Duell mit Daniel Woithe (SV Briesen) wird Sechster in der A-Gruppe.

© Henriette Brendler

Zehn Minuten vor dem Start der zweiten Runde am Sonnabendmorgen wurde es eng vor den Aushängen an der Sporthallenwand, denn jeder Spieler wollte den Namen seines nächsten Gegners erfahren. Nach hitzigen Diskussionen über die vermeintlichen Stärken und Schwächen der Konkurrenz nahmen um 9.15 Uhr alle ihre Plätze ein und es wurde still in der Briesener Odervorland-Halle.

Für die Organisatoren ein kurzer Moment zum Durchatmen. "Es läuft alles wieder sehr gut. Nur vier Berliner Teilnehmer fehlen bis jetzt wegen der Sperrung auf der A 12. Sie haben eine halbe Stunde Karenzzeit, dann gilt die Runde als verloren", sagt Volker Heinrich vom gastgebenden Schach-Verein Briesen.

Die anderen Denksportler konzentrierten sich indes voll auf ihre Partien. Gespielt wurde über fünf Runden im Schweizer System, je nach DWZ der Spieler aufgeteilt in den fünf Wertungsgruppen A bis E. Viele ließen sich ihre nächsten Züge dabei an ihrem Platz durch den Kopf gehen, andere nutzten die Bedenkzeit des Gegners, um durch die Gänge zu schlendern und einen Blick auf die anderen Bretter zu werfen.

Unter ihnen auch Leane Odoy, Schach-Übungsleiterin bei der BSG Pneumant Fürstenwalde. Sie hatte ihren jungen Schützlingen vor dem Beginn noch schnell ein paar Schokobonbons zugesteckt. "Bei den Briesener Open verzichte ich selbst auf einen Einsatz, da ich mich um die Kinder des Vereins kümmere. Ich sehe mir aber auch die Partien unserer Top-Spieler an. Immerhin sind Johannes und David Georgi in Gruppe A auf den Plätzen sieben und acht gesetzt", so die Trainerin.

Von ihren Schützlingen in der A-Gruppe spielte allerdings nur Johannes Georgi ein konstantes Turnier. Nach zwei Siegen und drei Unentschieden landete er auf sechsten Platz hinter den fünf stärksten Teilnehmern des Turniers. Achtbar schlug sich aber auch Leon Hofmann in Gruppe E, der erst seit einem Jahr Vereinsmitglied ist. "In Runde eins dachte ich, dass ich verliere. Am Ende konnte ich das Spiel aber noch drehen", erzählt der Zehnjährige stolz. Nach der dritten Partie lag der Grundschüler in der Gesamtwertung sogar auf dem zweiten Platz. Am Ende reichte seine Leistung für Rang9. "Er hat mich wirklich positiv überrascht", bestätigt Trainerin Leane Odoy.

Obwohl etliche Duelle auf den ersten Blick ziemlich ungleich erschienen, schlug so manch junger Spieler einen älteren Gegner. "Ich spiele am liebsten gegen Gleichaltrige oder Ältere, denn wenn man gegen einen jüngeren Gegner verliert, ist das peinlicher", sagt Elena Kirschner vom SF Friedrichshagen. Die weitläufige Meinung, dass Männer es aggressiver angehen lassen, könne sie aber nicht bestätigen. "Dass meine Zweitrundenpartie verloren ging, hatte einen anderen Grund: Ich habe die Eröffnung versaut", erklärt die 14-Jährige.

Insgesamt gesehen waren die 19. Briesener Open besonders für die BSG Pneumant ein voller Erfolg. In Gruppe B holte sich Tobias Lenz mit fünf Siegen souverän den ersten Platz. Henrik Dudek wurde Erster in GruppeD und Alex Pavlenko Zweiter in Gruppe E. Das beste Ergebnis für den gastgebenden SV Briesen erreichte René Kieseling (GruppeD) mit seinem fünften Platz. Beim Turniersieg in Gruppe A gab es hingegen keine Überraschung: Hartmut Riedel (SC Zitadelle Spandau) war vor dem Turnier auf Platz1 gesetzt und holte sich am Ende auch den Gesamtsieg.

Die vier fehlenden Berliner Spieler konnten die Briesener Open übrigens ordnungsgemäß beenden. Sie erreichten die Wettkampfstätte rechtzeitig vor Ablauf der Karenzzeit.

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