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Der Friedersdorfer Hans-Georg von der Marwitz will sein Direktmandat verteidigen

Lebt Heimatverbundenheit

Kämpft um das Direktmandat: Bundestagsmitglied Hans-Georg von der Marwitz aus Friedersdorf.
Kämpft um das Direktmandat: Bundestagsmitglied Hans-Georg von der Marwitz aus Friedersdorf. © Foto: MOZ/Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 09.09.2017, 07:20 Uhr
Seelow (MOZ) Am 24. September wählen die Märkisch-Oderländer ihren Favoriten für den Bundestag. Im Wahlkreis 59 (Märkisch-Oderland/Teile des Barnim) bewerben sich acht Direktkandidaten. Die MOZ stellt sie vor. In dieser Ausgabe: Hans-Georg von der Marwitz, CDU.

Wir treffen uns im Kunstspeicher Friedersdorf, einem seiner "Kinder", die er maßgeblich auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet hat. Gasthaus, Regionalladen, Kunstausstellungen - all das lockt heute viele Besucher in den einstigen Getreidespeicher im Ort, sichert auch Arbeitsplätze. Der Friedersdorfer wird nicht müde, für die ländliche Region zu streiten, für sie zu werben und seinen Einfluss geltend zu machen, um Dörfer lebenswert zu gestalten. "Dafür tragen wir als Politiker, als Unternehmer und Landwirte mit Verantwortung", sagt der 56-Jährige. Und scheut sich nicht, auch mit wildfremden Menschen zu diskutieren, wenn sie vordergründig erst mal alles schlecht reden. "Wie wollen wir junge Leute hier halten, wenn wir nicht selbst Heimatverbundenheit leben", sagt er.

Den Grundstein für diese Maxime habe sein Elternhaus gelegt, erzählt der im Allgäu als Pfarrerssohn Aufgewachsene. 1990 kam er mit seiner Frau in das Dorf seiner Vorfahren nach Friedersdorf, kaufte und pachtete Land, baute eine Wirtschaft auf. Schon im Allgäu war er Mitglied im Gemeinderat, setzte dies in der neuen Wahlheimat fort. Obwohl seit sieben Jahren Bundestagsabgeordneter mit vollem Pensum, ist er noch immer Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter. "Das sorgt für Bodenhaftung", sagt von der Marwitz. Er mag die Menschen, ihre Aufrichtigkeit und die oft direkte Art, auf Probleme des Alltags hinzuweisen, die in der großen Bundespolitik oft verblassen. 2009 kam er über die Liste in den Bundestag, 2013 holte er das Direktmandat. Nun will er es noch einmal wissen. "Der Familienrat steht dahinter", erzählt er. Ohne den Rückhalt von Ehefrau Dorothee und seinen vier Kindern hätte er vieles nicht bewältigen können. "Und im Wahlkreis wird meine Arbeit nicht nur akzeptiert, sondern von vielen getragen. Das motiviert." Es gebe eine Erwartungshaltung, der er sich stellen will. Schaffen wird er den Einzug nur, wenn er wieder das Direktmandat gewinnt. Denn über die Liste hat er keine Chance. Wohl auch, weil er selbst in den eigenen Reihen ein Unbequemer ist. Einer, der sich auch gegen Entscheidungen stellt, wenn sie seiner Überzeugung widersprechen. Marwitz ist ein klassischer Politik-Seiteneinsteiger. Erst 2002 trat er in die CDU ein. Im Herzen ist er bis heute Landwirt. Die Geschäfte in seinem Gut führen "hervorragende Mitarbeiter", wie er betont. Sollte er den Einzug in den Bundestag nicht schaffen, werde er sich wieder voll auf seine Unternehmen und Ehrenämter konzentrieren. Unabhängig vom Wahlausgang werde er sich weiter in den Wandlungsprozess der Landwirtschaft einbringen, betont Marwitz. Nötig seien Strukturen, die Landwirte und Orte vereinen. Vehement kämpft er an allen Fronten dagegen, dass große Konzerne ohne Verbindung zu den Dörfern immer mehr Land als Kapitalanlage horten.

Neuordnung der Förderpolitik für die Landwirtschaft, Breitbandausbau, Verbesserung der Bahnanbindung, all das sind Themen, bei denen sich Marwitz weiter einbringen will. Seine vielen Ehrenämter fordern ihn zudem ebenfalls. Doch er klagt nicht über zu wenig Freizeit: "Wenn man etwas gern macht, hat man Freude, sieht es nicht als zusätzliche Pflicht."

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Ignaz Koslowski 09.09.2017 - 11:25:14

Der Windradbaron

Ganz wichtig finde ich, daß sich Herr von der Marwitz für noch viel mehr Windräder in unserer Region einsetzt. Er ist da der Bevölkerung gedanklich weit voraus, er hat erkannt, daß nur viel mehr Windräder die Menschen in unserer Region halten können. Vor allem die jungen Leute werden zum Wohnen und Leben in unserer Region ermuntert, wenn man ihnen rauschende Windräder vor die Nase setzt und für den herausragenden Unterhaltungswert dann von ihnen bundesweit auch noch die höchsten Strompreise kassiert. Meine Stimme für Herrn von der Marwitz, er kämpft für uns alle dafür, daß sich alles um uns dreht. Das sind zwar nur Windräder, aber mit modernster Technologie! Marwitz wählen heißt Fortschritt wählen, und das mit Beständigkeit.

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