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Noch eine Woche bis zur Wahl

Statt Sigmar Gabriel besuchte am Donnerstag SPD-Generalsekretär Hubertus Heil eine havelländische Parteiveranstaltung in Rathenow.
Statt Sigmar Gabriel besuchte am Donnerstag SPD-Generalsekretär Hubertus Heil eine havelländische Parteiveranstaltung in Rathenow. © Foto: ohlwein
Rene Wernitz / 17.09.2017, 11:41 Uhr
Havelland (MOZ) Vor der Bundestagswahl am 24. September kämpfen in Deutschland insgesamt 42 Parteien um Stimmen. Nach Umfragen bundesweiter Marktforschungsinstitute sind über ein Drittel der Stimmberechtigten bezüglich ihrer Wahlentscheidung noch unentschieden. Im Land Brandenburg gibt es 2,08 Millionen Wahlberechtigte, darunter 67.650 Erstwähler zwischen 18 und 22 Jahren. Die Zahlen für die Mark verkündete kürzlich der Landeswahlleiter Brandenburgs, Bruno Küpper.

Im Landkreis Havelland grenzen gleich drei Wahlkreise aneinander. Die Ämter Rhinow, Friesack und Nennhausen sowie die Stadt Nauen gehören zum Wahlkreis 56, der aus dem Norden ins Havelland hineinreicht. Der Großteil des Ostens bildet mit dem Landkreis Oberhavel den Wahlkreis 58. Im Wahlkreis 60, zu dem auch Rathenow, Premnitz und Brandenburg an der Havel gehören und der weit nach Süden nach Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming reicht, gastierte Kanzlerin und CDU-Bundestagskandidatin Angela Merkel (29. August in Brandenburg an der Havel). Am Donnerstag wollte Vizekanzler und SPD-Kandidat Sigmar Gabriel in der Kreisstadt Rathenow um Stimmen werben. Krankheitsbedingt hatte er aber abgesagt.

Die politischen Heimatbasen von Kanzlerin und Vizekanzler befinden sich freilich woanders. Gabriel holte 2005, 2009 und 2013 das Direktmandat im Wahlkreis 49 (Salzgitter-Wolfenbüttel/Niedersachsen). Er steht ebenso zur Wiederwahl wie Angela Merkel, die seit 1990 dem Bundestag angehört. Ihr Heimatwahlkreis 15 befindet sich in Vorpommern.

Die Bundestagswahl ist nicht gleichzusetzen mit der Kanzlerwahl. Das sind zwei verschiedene Paar Politschuhe. Die Wähler bestimmen zunächst, wer ins Parlament kommt. Sie erhalten dafür am 24. September in den Wahllokalen einen Stimmzettel, auf dem sie zwei Kreuze machen können. Links sind die Direktkandidaten aufgelistet, rechts die zur Wahl stehenden Parteien. Mit zwei Kreuzen kann das Volk also Einfluss nehmen auf die Zusammensetzung des Bundestags, der Kanzlerin bzw. Kanzler wählt. Ausschlaggebend sind die dortigen Mehrheitsverhältnisse.

Laut Landeswahlleiter Bruno Küpper gibt es 96 Direktkandidaten in den zehn Wahlkreisen Brandenburgs und 15 sogenannte Landeslisten der Parteien. Jüngster Kandidat, auch bundesweit, ist Floris Beer im im Wahlkreis 63, geboren 1999. Der Schüler kandidiert für Die Partei. Der älteste Kandidat ist 60 Jahre älter. Das ist Joachim Irion, Jahrgang 1939, der auf der Landesliste der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) steht.

Wer sich noch zu den unentschlossenen Wählern zählt, weil es womöglich an gewisser Orientierung im Parteiendschungel mangelt, kann via Internet persönliche Ansichten und Forderungen mit denen der zur Wahl stehenden Parteien abgleichen. Es erschließt sich, mit wem es am ehesten passen könnte. Auf www.wahl-o-mat.de ist das möglich. Es handelt sich um ein Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

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