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Grüne läuten Endspurt ein - Werben für "Richtungsentscheidung"

Der Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, spricht in Berlin auf dem Kleinen Parteitag der Grünen.
Der Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, spricht in Berlin auf dem Kleinen Parteitag der Grünen. © Foto: dpa
17.09.2017, 12:35 Uhr
Berlin (dpa) Berlin (dpa) - Eine Woche vor der Bundestagswahl hat die Führung der Grünen die Partei zu einem engagierten Schlussspurt aufgerufen. Bei einem Bundesparteitag am Sonntag in Berlin warben die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir für eine "Richtungsentscheidung" und eine Regierungsbeteiligung der Grünen als drittstärkste Kraft im Bundestag. Punkten wollen sie auf den letzten Metern mit Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit.

Göring-Eckardt appellierte an die Delegierten, noch einmal alles zu geben. Sieben Tage vor dem 24. September sei noch nichts entschieden. "Bei dieser Wahl geht es darum, dass wir umsteuern." Göring-Eckardt warnte vor weiteren vier Jahren des "Aussitzens und Stillstands" unter einer großen Koalition sowie Rückschritten durch ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP. Es gehe darum, den Mut zu haben, "endlich auch im Bund das Land mitzugestalten". Die Grünen sind derzeit an zehn Landesregierungen beteiligt.

Im Wahlkampf-Endspurt verschärfen die Grünen noch einmal den Ton gegenüber der FDP, die zeitgleich auf einem Sonderparteitag einige Kilometer entfernt die Schlussphase einläutete. Göring-Eckardt warf den Liberalen Realitätsverweigerung vor. Die FDP trete unter anderem für mehr Leiharbeit und längere Arbeitszeiten ein.

FDP und Grüne liegen in aktuellen Umfragen etwa gleichauf - die Liberalen haben im Kampf um Platz drei aber die Nase leicht vorn. Die FDP bewegte sich zuletzt in Umfragen zwischen 8 und 10 Prozent, die Grünen zwischen 6 und 9 Prozent. Das reicht nach jetzigem Stand weder für ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP noch für eine Koalition von Union und Grünen. Einzige Regierungsoption für FDP und Grüne ist ein gemeinsames "Jamaika"-Bündnis mit der Union.

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