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Bernhard Schwiete 17.09.2017 18:17 Uhr
Red. Erkner, erkner-red@moz.de

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Zum Wocheneinkauf kommen auch Besucher aus Berlin

Erkner (MOZ) Jede Woche kommt er in den Fichtenauer Weg nach Erkner, kauft Obst und Gemüse, manchmal auch noch Schokolade. Halmat Hussein wohnt in Berlin-Hessenwinkel, in der Asylbewerberunterkunft in der Lutherstraße, unmittelbar hinter der Stadtgrenze, und vergleichbare Angebote in der Hauptstadt liegen für ihn deutlich weiter entfernt. Also ist der Iraker schon seit geraumer Zeit Stammkunde der Tafel in Erkner, bei der Bedürftige günstig Lebensmittel kaufen können, die von Supermärkten aussortiert wurden. Am Sonnabend öffnete die Einrichtung der Gesellschaft für Arbeit und Soziales (Gefas) ihre Türen ausnahmsweise für jedermann, um ihre Angebote vorzustellen.

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Wöchentlicher Einkauf: Halmat Hussein kommt mit einem Korb voll Ware zu Marina Baumann an die Kasse. Im Hintergrund das reichhaltige Obst- und Gemüseangebot der Tafel.

© MOZ/Bernhard Schwiete

Zum Tag der offenen Tür gehörte auch ein Mittagstisch für alle. Es gab Gemüsesuppe, wahlweise auch mit Hühnerfleisch, zubereitet in der Küche der Tafel, die für einen Preis von rund vier Euro einen täglichen Mittagstisch anbietet. Am Sonnabend war das Essen gratis. Die Stadtverordneten Henryk Pilz (CDU) und Ursula Paape (Linke) bewirteten die Gäste. Pilz übergab der Tafel zudem eine Spende der Wohnungsgesellschaft Erkner, in seiner Funktion als deren Aufsichtsratsvorsitzender.

Die meisten der Besucher am Sonnabend indes waren Stammgäste. "Wir hatten heute schon 40 Kunden, das ist etwas mehr als sonst", sagte Marina Baumann zur Mittagszeit. Sie muss es wissen. Zwei Mal pro Woche arbeitet sie ehrenamtlich bei der Tafel in Erkner und steht dort hinter der Kasse.

Nicht alle ihrer Kunden sind so offen wie Halmat Hussein. "Es ist gut, dass die Tafel etwas abgelegen vom Stadtzentrum liegt", sagt eine Frau aus Erkner, die ebenfalls jede Woche in den Laden im Fichtenauer Weg kommt. Ihren Namen will sie nicht nennen. "Die Tafel ist gut. Aber es wäre schön, wenn sie abgeschafft werden könnte, weil niemand sie mehr bräuchte", sagt sie.

Davon indes ist die Realität weit entfernt. "Wir haben in Erkner im Schnitt jeden Monat etwa 800 Besucher, zu Spitzenzeiten auch mal mehr als 1000. Vor allem ältere Menschen und junge Alleinerziehende mit Kindern kommen zu uns", sagt Siegfried Unger, Vorstand des Trägervereins Gefas. Neben Angestellten kümmern sich auch zahlreiche Ehrenamtliche wie Marina Baumann um die Gäste. Weitere Tafeln betreibt die Gefas in Fürstenwalde, Storkow und Beeskow.

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