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Bernhard Schwiete 17.09.2017 07:22 Uhr
Red. Erkner, erkner-red@moz.de

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Premiere mit hunderten Gästen

Woltersdorf (MOZ) Einer Premiere wohnt stets etwas Ungewissheit inne. Am Sonntag in Woltersdorf war diese schnell zerstreut. Der erste Familientag der Gemeinde entpuppte sich als großer Erfolg. Organisatorin Katrin Fleischer kündigte bereits eine Wiederholung im nächsten Jahr an.

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Anfänger lernen erste Handgriffe an der Gitarre: Roberto Schumann bot in der Alten Schule einen Workshop an.

© MOZ/Bernhard Schwiete

Ein einziges Gewimmel herrschte am Sonntagnachmittag auf dem Platz vor dem Woltersdorfer Rathaus und nebenan vor der Alten Schule. Katrin Fleischer, Vorsitzende des Vereins Kulturhaus Alte Schule, schätzte die Besucherzahl auf mehrere Hundert - und hatte damit sicherlich nicht übertrieben. An nahezu allen der 26 Stände, darunter auch einer von der Märkischen Oderzeitung, herrschte stets Begängnis. Wer Kaffee und Kuchen wollte, musste Schlange stehen.

Gedulden mussten sich auch die Jungs, die sich beim Kistenklettern des Garten- und Landschaftsbaubetriebs Schindler versuchen wollten. Einige brachten es schließlich auf weit mehr als zehn Kisten, fast bis zu Spitze des Krans, bis sie schließlich doch das Gleichgewicht verloren und von den Seilen, mit denen sie gesichert waren, aufgefangen wurden.

Ebenfalls auf die richtige Balance achten musste, wer bei der Landeskirchlichen Gemeinschaft Woltersdorf Hölzer zu Türmen aufeinander stapeln wollte. Dem neunjährigen Paul und der drei Jahre jüngeren Emma gelang das mit ihrem Vater Sebastian Kiefer bis in eine Höhe, zu der sich die Kinder auf die Zehenspitzen stellen mussten, um überhaupt noch weiterbauen zu können. "Es ist schön, dass die Gemeinde so eine Veranstaltung auf die Beine stellt. Da sind wir gerne hergekommen", sagte Sebastian Kiefer. Die Gemeinde Woltersdorf fungierte beim Familientag als Veranstalter, das Programm entstand in Kooperation mit dem Kulturhaus-Verein.

Warum die Stand-Anbieter in so großer Zahl mitzogen, machte Walter Seitz von der Landeskirchlichen Gemeinschaft deutlich. "Wir wollen uns für Familien mit Kindern engagieren. Die Leute sollen hier heute einfach Spaß haben", sagte er. Gespräche über Religion standen bei ihm am Sonntag nicht im Vordergrund.

Etwas ruhiger ging es in der Alten Schule zu. Dort gab es ein kulturelles Angebot, das aber ebenfalls stets Besucher fand. Es begann mit Kinderyoga, danach folgten musikalische Schnupperangebote mit Klavier, Geige und Gitarre, eine Lesung und ein Kindertheater. Nebenan in der Küche kochten fleißige Helfer unentwegt frischen Kaffee, um draußen für Nachschub zu sorgen und alle Gäste bewirten zu können.

"Das Wetter spielt mit, der Platz ist voll, es herrscht eine hervorragende Stimmung. Mehr haben wir nicht gewollt", sagte Katrin Fleischer, die nicht nur im Vorfeld eine entscheidende Aktie am Familientag hatte. Am Sonntag trat sie im Kostüm der Wäscherin Katharina vom Kalksee auf und moderierte mit dem Mikrofon in der Hand den Nachmittag. "Ich bin überwältigt", sagte sie. Noch während die Veranstaltung in vollem Gange war, stand für sie eines bereits fest. "Nächstes Jahr machen wir das wieder, das ist klar", kündigte sie an.

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