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Höhenflug geht weiter

Drücken dem Spiel ihren Stempel auf: der Waltersdorfer Trainer David Karaschewitz (l.) im Duell mit dem Bernauer Torschützen Antrew Lubega
Drücken dem Spiel ihren Stempel auf: der Waltersdorfer Trainer David Karaschewitz (l.) im Duell mit dem Bernauer Torschützen Antrew Lubega © Foto: MOZ/Dirk Schaal
Dirk Schaal / 17.09.2017, 18:41 Uhr
Bernau (MOZ) Im Spiel der Fußball-Brandenburgliga gewinnt die TSG Einheit Bernau das Heimspiel gegen den stark ersatzgeschwächten RSV Waltersdorf auch in dieser Höhe verdient mit 4:0. Mit dem Sieg bleiben die Bernauer ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Immer wieder musste der Bernauer Vereinschef, Reinhard Marquardt, vor der Partie die Euphorie der TSG-Fans bei der Begrüßung bremsen. "Sicher, wir haben eine guten Start hingelegt, aber von Aufstieg und Meisterschaft wollen wir noch lange nicht reden", sagte er dann stets mit einem Lächeln. Ganz andere Sorgen hatte sein Waltersdorfer Kollege, Jürgen Pflanz. "Wir haben derzeit eine Pechsträhne, etliche Spieler sind verletzt, so dass sogar unser Trainer David Karaschewitz auflaufen muss", sagte der RSV-Vorsitzende.

Trotzdem boten die Waltersdorfer gerade in der ersten Halbzeit eine recht gute Partie. Aggressiv störten sie die TSG schon in der eigenen Hälfte. Doch im eigenen Angriff blieben die Gäste zumeist harmlos. Wenn bei Einheit was nach vorn ging, dann über die Flügel. Links lief Luc-Stephane Nkok seinem Gegenspieler davon, seine Flanke in den Sechzehner bekam Antrew Lubega jedoch nicht voll unter Kontrolle (8.). Nach einer Bernauer Ecke bekam der Waltersdorfer Philipp Wannke den Ball an den Arm. Keine Diskussion der Gäste beim Elfmeterpfiff des Schiedsrichters. Volkan Altin legte sich den Ball zurecht - Latte und rüber, Chance vertan (12.). Waltersdorf spielte sich danach einige Male vor das TSG-Tor, ohne dabei jedoch torgefährlich zu werden. Das taten dafür die Platzherren, ohne jedoch zu treffen. Bis zur 33. Minute liefen sie dem ersten Tor hinterher, als Altin dies mit einem Geniestreich erzielte. Etwa 25 Meter vor dem RSV-Tor bekam er den Ball. Blitzschnell zog er einen Heber ab, wohlwissend, dass der Gästekeeper Leo Thumser zu weit vorm Tor stand, und es stand 1:0 für Bernau. Fünf Minuten später ein langer Abschlag vom TSG-Torhüter Niklaas Seifarth. Lubega im Wettlauf mit Thumser, Pressball, der Ball fällt dem Bernauer vor die Füße, der zum 2:0 einschiebt.

Nach dem Wechsel ist kein wirkliches Aufbäumen bei den Gästen zu sehen. Halbherzig gehen sie in Zweikämpfe und nach vorn keine Überraschungsmomente. "Von unserem eigentlichen 21er-Kader der Brandenburgliga fehlen heute elf Leute. Eigentlich wollte ich in dieser Saison nicht spielen, aber es geht nicht anders. Gerade die jungen Spieler sind jetzt mit der Situation überfordert und trauen sich nichts zu. So kam diese zweite Halbzeit zustande", sagte Spielertrainer Karaschewitz nach dem Abpfiff zum Spiel.

Umso spielfreudiger wurden die Platzherren. Lubega und Volkan können im Sechzehner der Waltersdorfer Katz und Maus mit drei Verteidigern spielen und Volkan schloss mit flachen Schuss ins Eck zum 3:0 ab (50.). Recht ähnlich war die Situation beim 4:0 der Bernauer. Lubega marschierte auf der rechten Seite bis an die Grundlinie. Die RSV-Abwehr bekommt den Ball nicht unter Kontrolle. Altin schnappt sich das Leder, legt zurück auf den starken Max Gerhard, der flach aus 15 Metern den Endstand markiert (54.). Kurz vor Schluss hatte der emsige Maximilian Walter aus etwas zehn Meter vorm Tor noch seine Chance. "Der Ball war sehr scharf und ich habe ihn aus vollem Lauf nicht voll getroffen", erklärte er.

"Es war eine klasse Mannschaftsleistung. Hier kämpft wirklich jeder für jeden. Das Training macht Spaß und auch menschlich stimmt es bei uns einfach", begründete Walter den derzeitigen Bernauer Höhenflug.

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