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Die Spiele von Bernau

Olav Schröder / 17.09.2017, 18:55 Uhr
Bernau (MOZ) Für einen Tag wurde das ehemalige Kasernengelände am Schönfelder Weg in Bernau zum Sport- und Fitnesspark. Der Bauherr von 600 Wohnungen, die "Am Stadtpark Bernau GmbH &Co.KG", hatte 30 Teams und interessierte Zuschauer zu den ersten Berlin-Bernau-Spielen eingeladen.

Eine Frage lag vielen der angereisten Sportler auf den Lippen, als sie das über Jahrzehnte unzugängliche Gelände am Schönfelder Weg betraten: Wozu dienten die riesigen Gebäude einmal, die jetzt, eines nach dem anderen, in moderne Mietwohnungen umgebaut werden. "Schon als wir ankamen, haben wir uns gefragt, was hier einmal los war", berichteten Jana Schwarzenburg und Lars Birr vom Wartenberger SV. So erfuhren sie, dass die Gebäude als Nebenamt des Heeresbekleidungsamtes errichtet wurden, um Uniformen und Armeezubehör für Soldaten im Zweiten Weltkrieg herzustellen und zu lagern. Dass die jetzige zivile Nutzung des weitläufigen Areals als Wohnraum weitaus besser ist, war beispielsweise für die Frauen-Gruppe der Spandauer Bulldogs keine Frage.

Mit den Berlin-Bernau-Spielen, der Berlympiade, wollte der Veranstalter nicht nur ein Fest feiern und viele Menschen auf das Gelände ziehen. Die Spaßturniere sollen zugleich den Charakter des neuen Wohngebiets mit dem Namen Pankebogen unterstreichen, wie Vertriebsleiter Ralf Born sagt. So soll dem weit verbreiteten Wunsch nach Bewegung und Gesundheit Rechnung getragen werden. Auf Fitness, so die Überlegung, legen auch viele der neuen Bewohner Wert. So werden in dem Wohngebiet Outdoor-Freizeitgeräte aufgestellt und ein Jogging-Leitsystem angelegt. Diese sind von allen nutzbar, nicht nur von den Bewohnern.

Einem weiteren Trend will der Bauherr mit einer Quartier-App folgen, wie Ralf Born. erläutert. Wer will, kann über die App mit anderen Bewohnern kommunizieren, sich verabreden, den Hausmeisterservice nutzen, sie als Mitfahrzentrale oder schwarzes Brett gebrauchen. Nicht auszuschießen sei, dass die App langfristig auch Menschen aus der Umgebung und Vereinen angeboten werde.

Die Vermietung der Wohnungen des ersten fertigen Hauses soll im Mai nächsten Jahres beginnen. Born rechnet im Juni oder Juli 2018 mit den ersten Einzügen. Ungefähr Ende 2019 sollen dann alle 600 neue Wohnungen - sie sind zwischen 43 und 160 Quadratmeter groß - bezogen sein.

Der Baubeginn für die neue Kita mit 150 Plätzen werde im kommenden Jahr sein, sagt Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke). Der Neubau mit Bewegungsraum dient zugleich auch als Begegnungszentrum, zum Beispiel für den Verein Panke-Park Kulturkonvent.

Stahl erinnerte an eine Besonderheit der Anlage. Da die einzelnen Gebäude durch Keller durchgängig miteinander verbunden sind, handele es sich um eines der längsten Gebäude der Welt. Mit rund 850 Metern Länge werde es lediglich von Gebäuden wie dem Flughafen Tempelhof oder dem Pentagon übertroffen.

Sportlich ehrgeizig ging es auch in den Wettkämpfen zu. Die Teams waren angetreten, um die Siegprämie in Höhe von 1000 Euro oder weitere Preisgelder zu ergattern. Die Berlympiade, so Liz Geithner von der Stadtpark-Gesellschaft, soll auch der Vereinsförderung dienen. Als Startgeld gab es vorab für jede Mannschaft 250 Euro. Viele Teams kamen aus Bernau und Umgebung. Nicole Frömmel beispielsweise war mit anderen Eltern von Blau-Weiß Ladeburg angetreten, um die Prämie für die Bambinis des Vereins zu erobern. Das gelang nicht ganz, das Team "maggifix" lag am Ende vorn.

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