to_top_picture
Anmelden
Anmelden

Sonntag, 24. September 2017
ABO-ButtonePaper-ButtonKONTAKT-Button


Sie haben 8 von 10 Gratis-Artikeln gelesen.
x
Registrieren Sie sich jetzt und lesen Sie im Monat bis zu 20 Artikel kostenlos.
Jetzt kostenlos registrieren
Bereits registriert? Bitte anmelden

Tatjana Littig 17.09.2017 19:35 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

artikel-ansicht/dg/0/

Schlange stehen vorm OP

Beeskow (MOZ) Am Sonnabend hat das Oder-Spree Krankenhaus in Beeskow zweierlei gefeiert: Zum einen den Tag der offenen Tür und zum anderen das 20-jährige Jubiläum des Krankenhausneubaus. Seitdem seien 122 000 Patienten stationär behandelt worden, so Geschäftsführer Ulrich Wegener.

artikel-ansicht/dg/0/1/1605049/
  weitere 3 Bilder

Arzt auf Abwegen: Eigentlich leitender Radiologe kraxelte Dr. Marcus Winter durch das überdimensionale begehbare Herz-Modell und erklärte den Aufbau des Organs.

© MOZ/Tatjana Littig

Im ersten Obergeschoss staute es sich. Besucher standen vor dem OP Schlange. Kaum einer wollte sich die Möglichkeit entgehen lassen, dort einmal bei vollem Bewusstsein durch zu gehen. Die beiden Pfleger Patrick Klemz und Ronny Görzig nahmen die Gäste in Empfang und führten sie durch die verschiedenen Räume. Zu sehen gab es einiges: Rechterhand vom Flur werden OP-Instrumente gereinigt und sterilisiert - das dauere drei Stunden, erklärte Ronny Görzig. In der sogenannten Umbettungsschleuse werden die Patienten auf einen OP-Tisch gelegt, bevor sie im nächsten Raum ihre Narkose erhalten.

Im OP-Saal 1 hatte das Team eine Kniearthroskopie vorbereitet. An einem Modell wurde vorgeführt, wie freie Gelenkkörper im Knie - die Beschwerden beim Laufen verursachen - entfernt werden. Nach einer kurzen Darbietung von Patrick Klemz, der wie sein Kollege im OP-Saal sonst für das Reichen der Instrumente zuständig ist, durften Besucher ihre Künste testen. Kerstin Tietz ließ sich nicht zweimal bitten, hantierte geschickt mit Licht und Zange - und erntete nach geglückter Mission Applaus. Wie es um vergessene OP-Instrumente im Patienten bestellt ist? Horrorgeschichten kennen auch die beiden Pfleger aus den Medien. "Kein Patient wird zugemacht, bevor wir nicht alles haben", erklärte Patrick Klemz den Besuchern.

Auch im Erdgeschoss ging es spannend zu: Obwohl nicht sein Fachbereich, erläuterte Dr. Marcus Winter, leitender Radiologe, eindrücklich den Aufbau des Herzens. Dafür kraxelte er umgeben von einem Pulk von Neugierigen durch ein überdimensionales Modell und beantwortete Fragen zu Herzklappen und Herz-Rhythmus-Störungen.

Aus Herzberg waren Sebastian Friedhelm Haack mit Mutter Fanny und Oma Silvia zum Tag der offenen Tür angereist. "Wir wollen uns das Leistungsspektrum ansehen", erklärte Fanny Haack. Denn - seien wir ehrlich - die ärztliche Versorgung auf dem Land, sie wird immer dürftiger. Darum ging es auch in der Ansprache des Geschäftsführers des Krankenhauses Oder-Spree Ulrich Wegener und in der Rede von Michael Buhrke, dem stellvertretenden Landrat. "Wir sind für Sie nah", lautet der Slogan des Krankenhauses. "Seit nun mehr 20 Jahren sind wir in der wohnortnahen Versorgung im stationären Bereich tätig", sagte Ulrich Wegener. In der Zeit wurden 122 000 Patienten in Beeskow versorgt.

Artikel empfehlen

Artikel kommentieren

Seite empfehlen

Nachricht an die Redaktion

Druckversion

Lesen Sie auch...

Artikel kommentieren   Lesezeichen setzen   Nachricht an die Redaktion   Druckversion

Regionalnavigator

Landkreiskarte Brandenburg Ostprignitz-Ruppin Potsdam-Mittelmark Brandenburg/Havel
MOZ

Ort, PLZ oder Redaktion