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Training für den Löschangriff

Mit vollem Einsatz: Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Pinnow legen beim Löschangriff ein hohes Tempo vor. Beim Amtsfeuerwehrtag des Amtes Oder-Welse waren sie die Siegermannschaft.
Mit vollem Einsatz: Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Pinnow legen beim Löschangriff ein hohes Tempo vor. Beim Amtsfeuerwehrtag des Amtes Oder-Welse waren sie die Siegermannschaft. © Foto: Stefan Csevi
Eva-Martina Weyer / 02.10.2017, 07:00 Uhr - Aktualisiert 02.10.2017, 10:58
Passow (MOZ) Fast 200 Feuerwehrleute waren am Sonnabend beim 21. Feuerwehrtag des Amtes Oder-Welse dabei. Es war ein Tag des Trainings, der guten Laune und des Kampfes um beste Zeiten im Löschangriff Nass. Sogar eine Frauenmannschaft ging an den Start.

Beste Wettkampfbedingungen herrschten auf dem Sportplatz Passow, der Austragungsort des 21. Amtsfeuerwehrtages war. Die Fäden der Organisation liefen bei Mike Lieske, dem Amtsjugendwart, zusammen. Er war dem Sportverein Passow dankbar für die "leihweise Überlassung" des Fußballplatzes. Dieser zeigte sich bei Wettkampfbeginn bestens präpariert: Laufstrecken waren abgesteckt und Rasen gemäht, Wasser lag an, Zielbehälter und Plattformen für Pumpen und Wettkampfmaterial waren montiert. "Alles so, wie es vom Land Brandenburg vorgeschrieben ist", war Mike Lieske zufrieden. Offenbar hatte er auch einen Draht zum Wettermacher gefunden. Die Sonne krönte den Einsatz der Freiwilligen.

Am 30.09.2017 fand auf der 21. Amtsfeuerwehrtag des Amtes Oder-Welse in Passow statt.
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21. Amtsfeuerwehrtag

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Mike Lieske hatte Pokale und ausreichend Medaillen beschafft. "Jedes Kind kriegt heute eine Medaille, egal, auf welchen Platz die Mannschaften kommen", versicherte er. Er freute sich, dass nicht nur sechs Männermannschaften, darunter eine aus Polen, und ein Frauenteam aus Passow an den Start gingen. Auch vier Kindermannschaften waren dabei. Ein Team besteht aus sieben Mitgliedern. Alle gaben in der Königsdisziplin, dem Löschangriff, ihr Bestes.

Karsten Peters von der Freiwilligen Feuerwehr Pinnow bestritt mit seinen Kameraden den Löschangriff. "Wir sind mit 13 Mann hier, aber wir haben auch drei Frauen zum Anfeuern dabei." Eine dieser Feuerwehrfrauen war Sabine Lehmann. Die 28-Jährige ist Erzieherin im Naturkindergarten Schwedt und erst seit Mai bei der Feuerwehr. "Das hat mich interessiert, und ich habe eine tolle Truppe kennengelernt, die mich sehr gut aufgenommen hat", sagte sie. Von Anfang an wurde sie in den Dienst eingeteilt, hat den Umgang mit der Technik gelernt und sich die verschiedenen Schlauchgrößen eingeprägt. "Das ist jetzt mein Hobby. Demnächst gehe ich zum Lehrgang."

Das Lampenfieber der Männermannschaft Pinnow überträgt sich auf sie. Gleich ertönt der Startschuss zum Löschangriff. Und dann ist alles schnell vorbei. Schläuche kuppeln und ausrollen. Rennen, aufs Ziel halten, Wasser marsch! Da ist ein Druck dahinter, auf den man vorbereitet sein muss - 6 bis 10 bar. Die Männer aus Pinnow haben die fast 100 Meter lange Strecke in 39,72 Sekunden bewältigt. Karsten Peters freut sich: "Wir sind jetzt das zweite Jahr mitgerannt und sind mit dieser Zeit sehr zufrieden."

An den Start ging auch eine Jugendmannschaft aus Kränzlin in der Nähe von Neuruppin. Die jungen Leute sind Freunde der Passower Jugendfeuerwehr geworden, weil sie die Passower bei den Landesmeisterschaften unterstützt hatten. Passow hatte die falschen Schuhe dabei, Kränzlin borgte die richtigen aus. Am Ende wurde die Passower Jugendwehr Vizemeister in geborgten Schuhen.

Ausgeliehen waren am Sonnabend auch Bestandteile der Gruppenstafette, also Balken und Eskaladierwand. "Gatow hat uns hier ganz toll geholfen. Wir kriegen unsere Bahn erst nächstes Jahr", sagte Mike Lieske. Amtsdirektor Detlef Krause, der am Nachmittag die Auszeichnung vornahm, war mit dem Ergebnis zufrieden. Er verfolgte die Wettkämpfe genauso wie Passows Bürgermeister Walter Henke und Wolfgang Säger aus Landin. "Wir sind doch ein Amt, deshalb sind wir mit dabei", sagte Henke.

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