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Kommunen arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur defekter Laternen / Bürger können Probleme in den Rathäusern melden

Wettrennen gegen die Dunkelheit

Joachim Eggers und Martin Stral / 08.10.2017, 07:02 Uhr - Aktualisiert 11.10.2017, 14:31
Erkner/Schöneiche (MOZ) Die Städte und Gemeinden der Region lassen derzeit fleißig defekte Laternen reparieren oder erneuern sie gleich komplett. In den Herbstmonaten häufen sich die Meldungen von Bürgern über kaputte Leuchten.

In Erkner ist die Stadt seit drei Jahren dabei, die Straßenbeleuchtung grundlegend umzurüsten. Karla Kosche, die zuständige Mitarbeiterin im Bauamt, hebt die Energieeinsparung hervor, die beim Umstellen auf LED-Technik schon erzielt worden ist. Die verbrauchte Energiemenge ist nach ihren Angaben in drei Jahren um 17 Prozent zurückgegangen, von 650 000 Kilowattstunden auf 537 000. Eine zusätzliche finanzielle Einsparung ergibt sich aus der Vereinheitlichung. "Wir hatten vorher mehr als 40 verschiedene Leuchtentypen im Stadtgebiet", erinnert sich Karla Kosche.

In diesem Herbst sind nach einer vor Jahren festgelegten und immer wieder überarbeiteten Prioritätenliste folgende Straßen an der Reihe: Semnonenring (zweiter Bauabschnitt), Hessenwinkler Straße und Zum Freibad, Garten-, Graben-, Mittel- und Catholystraße - bei letzter im Nordteil der Bereich von der Walter-Sawall- bis zur Gartenstraße und im Süden von der Pfälzer bis zur Grabenstraße. Schlechte Erfahrungen habe die Stadt nur am Anfang des Umbauprogramms in der Pfälzer und Wuhlhorster Straße mit schnell defekten Lampen gemacht, sagt Karla Kosche. Der Hersteller habe diese aber auf Kulanz ausgewechselt.

In Schöneiche hatte Bürgermeister Ralf Steinbrück vor einer Woche dazu aufgerufen, defekte Laternen im Rathaus zu melden (Tel. 030/643304127, Ansprechpartner Klaus Wiese), damit diese noch vor dem Winter repariert werden können. Anrufe gab es zum Beispiel aus der Brandenburgischen Straße und dem Schlosspark. "Die Reparaturen werden in der Regel innerhalb von zwei Tagen erledigt", sagt Steinbrück. Auch wenn das Budget dafür endlich sei, würden alle gemeldeten Laternen repariert, schließlich gebe es nicht "hunderte von defekten Straßenlaternen".

In Schöneiche wird gerade mit der Umstellung der vorhandenen Beleuchtung auf LED begonnen, sagt Steinbrück. "Dies erfolgt Schritt für Schritt durch Austausch der Glühlampen." Dieses Jahr sollen in zwei Schaltkreisen die Natrium-Dampf-Lampen gegen LED-Leuchtmittel ausgetauscht werden. Der erste Schaltkreis befindet sich in der Friedensstraße 3 mit angeschlossener Mozartstraße, Hasensprung, Wildkanzelweg, Pirschweg, Heinrich-Mann-Straße, Fritz-Reuter-Straße, Triftweg, Friedensstraße, Krummenseestraße zwischen Friedrich-Ebert- und Fritz-Reuter-Straße; der zweite Schaltkreis liegt in der Friedrichshagener Straße 65, dort angeschlossen sind Birkenweg, Bunzelweg, Werner-Seelenbinder-Straße, Ludwig-Jahn-Straße, Friedrichshagener Straße, Friedrich-Ebert-Straße zwischen Krummenseestraße und Friedrichshagener Straße, Krummenseestraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Werner-Seelenbinder-Straße.

In Fürstenwalde und Grünheide meldeten allein im September zehn beziehungsweise acht Einwohner defekte Lampen über das Internet-Portal Maerker. In Fürstenwalde werden die Fälle innerhalb einer Woche abgearbeitet. Dort gibt es 3700 Straßenlaternen. Jährlichen Reparaturkosten: 120 000  Euro. In Grünheide werden die Meldungen gesammelt, um mehrere Anfahrten zu vermeiden.

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