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Eltern pochen auf eigene Oberschule für Oberkrämer

Die Eltern setzen sich für eine weiterführende Schule in Oberkrämer ein.
Die Eltern setzen sich für eine weiterführende Schule in Oberkrämer ein. © Foto: MZV
Marco Winkler / 12.10.2017, 17:36 Uhr
Oberkrämer (OGA) Die Gespräche liefen erfolgreich. So könnte ein grobes Fazit der Oberkrämer Eltern lauten. Am Montag trafen diese sich mit Vertretern des Landkreises. Die Eltern fordern aufgrund von befürchteten steigenden Schülerzahlen den Bau einer eigenen weiterführenden Schule in ihrer Gemeinde. "Aus meiner Sicht, ist es ein sehr guter Termin gewesen", schreibt Mandy Krenz, Elternvertreterin aus Bötzow, auf der Facebook-Seite von "Oberschule für Oberkrämer". Eigentlich hätte sie mit Ablehnung seitens des Kreises gerechnet; doch die blieb aus.

Alle Aussagen, auch die von Bürgermeister Peter Leys (BfO) seien zur Kenntnis genommen worden. "Es werden nun Gespräche mit Hennigsdorf und Velten folgen, um die aktuellen Zahlen und geplanten Wohngebiete einzuholen." Ziel: einen aktuellen Stand einholen. Das zuständige Dezernat in der Kreisverwaltung habe die Probleme schon erkannt, so Mandy Krenz, "sieht aber größeren und schnelleren Handlungsbedarf in Oranienburg." Anfang Dezember wird es einen erneuten Gesprächstermin mit dem Kreis geben. Das bestätigt auch Kreissprecher Ronny Wappler. Für die Elternschaft heißt das: abwarten. Für den Kreis: Arbeit. Ronny Wappler drückt das so aus: "In der Zwischenzeit werden die dem Schulentwicklungsplan zugrunde liegenden statistischen Daten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Quellen aktualisiert."

Das knapp halbstündige Gespräch mit den Eltern aus Oberkrämer bezeichnet Wappler als ein "sehr vertrauensvolles und konstruktives Arbeitstreffen." Landkreis und Gemeinde hätten die Gelegenheit genutzt, ihre Positionen deutlich zu machen.

Konkret wird der Landkreis jetzt Zahlen abgleichen müssen. Der aktuelle Schulentwicklungsplan fußt auf der amtlichen Schulstatistik des Schuljahres 2015/16 (erstellt vom vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit Stand Januar 2016), der so genannten ortsteilscharfen Bevölkerungsdaten der Einwohnermeldeämter vom 31.Dezember 2014 und 31.Dezember 2015 sowie der statistischen Zensus-Daten von Ende 2014.

Abweichungen werden laut Kreissprecher Ronny Wappler die Grundlage weiterer Planungen bilden. "Dieses Vorgehen entspricht im Übrigen unserem gängigen Verfahren, die Schulentwicklungsplanung so aktuell wie möglich zu halten", so Wappler.

Die Elternsprecher der Grundschulen in Bötzow und Vehlefanz sowie Gemeindevertrete befürchten, aufgrund des Zuzugs in ihrer Gemeinde würden die Plätze an weiterführenden Schulen in Hennigsdorf und Velten, die schon jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen stießen, knapp. Zumal bemängeln sie zu lange Fahrtwege.

Auch die Landtagsabgeordnete Gerrit Große (Linke) unterstützt den Wunsch, wie sie dieser Zeitung berichtete. Sie schlägt dabei ein Schulzentrum vor. Ein solches Konzept könne derzeit auch vom Land gefördert werden.

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