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Team des Oderbruch-Museums Altranft avisiert europäisches Siegel im Jahr 2019

Fünf Schritte zum Kulturerbe-Ort

© Foto: Thomas Berger
Steffen Göttmann / 13.10.2017, 06:13 Uhr
Altranft (MOZ) Das Team des Oderbruch-Museums Altranft sucht derzeit nach Kulturerbe-Orten, die etwas über die einzigartige Kulturlandschaft des Oderbruchs erzählen. Seit dieser Saison lädt eine neue Ausstellung mit dem Titel "Schaukasten Oderbruch" dazu ein, diese Orte zu besuchen. Zur Kennzeichnung jedes Kulturerbeortes, zu denen bald auch Schöpfwerke, Baudenkmäler oder markante Landschaftselemente gehören, erhält jeder Ort eine Emailleplakette. Anlässlich des Kolonistentages am 3. September bekam Neulietzegöricke als ältestes der 40 Kolonistendörfer im Oderbruch diese Kulturerbe-Plakette.

Heike Schönherr und Tobias Hartmann, die das Projekt seitens des Museums koordinieren, stellten kürzlich bei einem Kaffeegespräch zur Heimatkultur den Prozess zur Ausweisung als Kulturerbe-Ort vor.

Erster Schritt sei die Bewerbung des Ortes. Das ausgefüllte Bewerbungsformular werde im Museum unter Einbeziehung der Kommunalen Arbeitsgruppe Kulturerbe Oderbruch bearbeitet. Danach kommen Partner der Kulturstätte, Kommunalpolitiker und weitere lokale Akteure zu einem Workshop zusammen. Ergebnis ist ein Kurzporträt in Wort und Bild. Der Kulturerbe-Ort präsentiert sich mit typischen Exponaten in der Ausstellung "Schaukasten Oderbruch". Danach erfolgt die Übergabe der Plakette und das touristische Marketing. "Unser Ziel ist es, Material zu bekommen, das wir weiterleiten können", sagte Hartmann.

Der Heimatforscher Ernst-Otto Denk, der zusammen mit Helmut Otto das Fontane-Haus in Schiffmühle vertrat, bemängelte an der aktuellen Karte der Heimatstuben, dass das Oderlandmuseum in Bad Freienwalde fehle. Hartmann betonte, dass der Prozess nicht abgeschlossen sei und die Kontaktaufnahme mit dem Museum bevorstehe.

Von dem Ziel, bereits in diesem Jahr, das Europäische Kulturerbesiegel zu bekommen, habe sich das Oderbruch-Museum verabschiedet, sagte Heike Schönherr. Der Aufwand sei immens und wäre nicht zu schaffen gewesen, weshalb das Team jetzt 1919 anvisiert.

Tragende Säule der Kulturerbe-Orte bleibe das Engagement vor Ort, betonte Lars Fischer vom Programmbüro.

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