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Laufvogel-Nachwuchs kommt aus Niederbayern / Alttiere sind schon mehr als 30 Jahre alt

Zoo schickt Jung-Nandus bald ins Freie

Fast noch im Küken-Stadium: So putzig sehen die Jung-Nandus, hier zwei der drei Vögel, im Zoo aus.
Fast noch im Küken-Stadium: So putzig sehen die Jung-Nandus, hier zwei der drei Vögel, im Zoo aus. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 13.10.2017, 06:20 Uhr
Eberswalde (MOZ) Um die 700 Kilometer Autobahn und Landstraße liegen zwischen Ortenburg im Landkreis Passau in Niederbayern und Eberswalde. Die drei Jung-Nandus, die erst seit ein paar Tagen im Zoo der Barnimer Kreisstadt leben, haben die Wegstrecke in einem mit Käfigen ausgerüsteten Transporter zurückgelegt. Das Trio ist im Vogelpark Irgenöd aus seinen Eiern geschlüpft und soll in Eberswalde bald buchstäblich für frischen Wind sorgen.

"Bisher gehört nur ein Nandu-Paar zu unserem Bestand, dem schon mehr als 30 Jahre in den Federn stecken", sagt Zoodirektor Bernd Hensch. In freier Wildbahn, in Südamerika, werden die flugunfähigen Großvögel etwas mehr als 15 Jahre alt. Selbst im Zoo, wo sie nie Hunger leiden oder vor natürlichen Feinden wie Jaguar oder Puma davonrennen müssen, bringen sie es häufig auf höchstens 25 Jahre. "Unsere Alt-Nandus werden also bestens gepflegt und fühlen sich bei uns tierisch wohl", betont Bernd Hensch. Und genauso werde es den Jungvögeln ergehen, von denen das älteste Exemplar Mitte August und die beiden anderen Mitte September zur Welt gekommen sind. "Noch wissen wir nicht, ob wir Männchen oder Weibchen aufgenommen haben", sagt der Zoodirektor. Nandus würden ihre Geschlechtsreife etwa mit dem dritten Lebensjahr erlangen. In der Regel seien die Männchen etwas dunkler und größer als Weibchen, was aber kein zuverlässiges Unterscheidungsmerkmal sei - schon gar nicht fast noch im Küken-Stadium.

Ausgewachsene Nandu-Hähne bringen es auf eine Scheitelhöhe bis 1,60 Meter und wiegen bis zu 25 Kilogramm. Die drei Jungvögel des Eberswalder Zoos sind da noch weit handlicher und gleichen von der Größe her eher klassischen Haushühnern.

Noch sind die Neuerwerbungen im Känguru-Haus untergebracht. Dort wärmen sie sich bei Bedarf unter Rotlicht. "Normalerweise sind Jungvögel ja immer mit erwachsenen Tieren unterwegs. Das ist bei uns ja nicht möglich. Um kein Risiko einzugehen, wollten wir sie nicht gleich ins Gehege schicken", verrät Bernd Hensch.

Doch mit Beginn der Herbstferien, also ab 23. Oktober, wird das Nandu-Trio im Freien zu bewundern sein. Die Laufvögel sind dann bei den Lamas und Wasserschweinen zu finden. Dort flitzen auch die Altvögel immer wieder durchs Gehege.

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