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Merkel als Wahlkampfhelferin unterwegs

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) © Foto: dpa
dpa / 13.10.2017, 06:27 Uhr
Hannover (dpa) Endspurt im Wahlkampf: Drei Tage vor der Wahl geben die Parteien nochmal alles. Zu Veranstaltungen reisen auch die Parteigrößen aus Berlin an.

Hannover/Seevetal (dpa) - Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen haben die Parteien auf ihren letzten großen Wahlkampfveranstaltungen noch einmal kräftig um Stimmen geworben. Die Spitzenkandidaten der jeweiligen Landesverbände bekamen dabei am Donnerstag Unterstützung aus Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte gleich auf drei Veranstaltungen Stimmung für CDU-Landeschef Bernd Althusmann. Für die SPD kam Außenminister Sigmar Gabriel nach Einbeck und auch die Bundesvorsitzenden von FDP und Grünen stärkten ihren Spitzenkandidaten in Hannover den Rücken.

Merkels erste Station war der Gewerkschaftskongress der IG BCE in der Landeshauptstadt. Danach ging es nach Seevetal, Heimspiel für Bernd Althusmann, der hier seinen Wahlkreis hat. Unterbrochen von viel Applaus warb Merkel für einen Machtwechsel in Niedersachsen. "Ich möchte ein Niedersachsen haben, das sich an der Bewältigung der großen Probleme der inneren und äußeren Sicherheit heute aktiv beteiligen kann", sagte die Kanzlerin. Die amtierende rot-grüne Landesregierung habe das Land nicht vorangebracht und wichtige Vorhaben der Bundesregierung blockiert. So habe diese mit anderen SPD-geführten Bundesländern verhindert, dass Marokko, Algerien, Tunesien zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden. Dies sei aber nötig, um die Probleme der Zuwanderung besser zu lösen.

Merkel kündigte an, dass eine Regierung unter Althusmann mehr in Sicherheit und Bildung investieren werde. Zudem würden Landwirtschaft und der ländliche Raum besser unterstützt. Althusmann und die Kanzlerin reisten nach ihrem Auftritt weiter nach Vechta.

Wie Althusmann erhielt auch Sozialdemokrat Stephan Weil (SPD) Wahlkampf-Unterstützung aus Berlin. Außenminister Sigmar Gabriel trat in Einbeck auf. Er sagte, er wünsche sich, dass die SPD wieder liberaler werde und den verunsicherten Bürgern stärker zuhöre. Sein Eindruck sei, alle Parteien seien inzwischen zu verschlossen gegenüber Neuem und Anderem.

Auch die kleineren Landesparteien veranstalteten am Donnerstag ihre letzten großen Auftritte vor der Wahl. Für die Grünen waren dabei die Bundesvorsitzenden Cem Özdemir und Simone Peter in Hannover angekündigt. Die Landes-FDP wiederum setzte auf den Auftritt ihres Bundeschefs Christian Lindner. Beide Parteien liegen in den Umfragen ebenfalls nah beieinander und kämpfen um Platz drei sowie ein zweistelliges Ergebnis. Für die Linke kamen die beiden Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger.

Die Koalitionsverhandlungen dürften sich nach den Wahlen als schwierig erweisen, da sowohl rot-grün als auch schwarz-gelb nach den aktuellen Umfragen trotz der Stärke der beiden Großen keine Mehrheit hätten.

Der Ministerpräsident hatte sich am Donnerstag im Sender Phoenix zudem erneut gegen eine große Koalition ausgesprochen, ohne sie auszuschließen. "Große Koalitionen müssen meines Erachtens immer die absolute Ausnahme bleiben", sagte Weil. Sie führten dazu, dass die Ränder gestärkt würden. "Es kommt übrigens auch dazu, dass, ich sag mal das Betriebsklima zwischen CDU und SPD in Niedersachsen schon einigermaßen belastet ist."

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