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Neuenhagener Karl-Heinz Pompetzki ist am Sonnabend auf der Galopprennbahn Hoppegarten wieder mit dabei

Saisonfinale mit Brandenburg-Renntag

Genießt den Ruhestand: Karl-Heinz Pompetzki ist wieder zurück auf der Galopprennbahn Hoppegarten
Genießt den Ruhestand: Karl-Heinz Pompetzki ist wieder zurück auf der Galopprennbahn Hoppegarten © Foto: Jens Sorge
Jens Sorge / 13.10.2017, 06:38 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Finale der Rennsaison 2017. Der letzte von elf bewegten Renntagen in Hoppegarten hat noch einmal viel zu bieten. Auftakt ist bereits 11.30 Uhr. Erneut wird er gemeinsam mit dem französischen Wettanbieter PMU veranstaltet. Die Rennen und die herbstlich schöne Parkbahn werden auch in 12 000 stationären Wettannahmestellen im Nachbarland zu sehen sein.

Wie immer mit dabei ist am Sonnabend an seinem Stammplatz vor dem Waagegebäude Karl-Heinz Pompetzki. "Da kann ich die Siegerehrungen und Interviews mit den Trainern und Jockeys am besten verfolgen." Das Geschehen auf und neben dem grünen Rasen genießt der Neuenhagener längst schon als Zuschauer. Denn am nächsten Dienstag wird er 80. Das reife Alter sieht man ihm jedoch nicht an. Sehr lebendig wird er vor allem beim Erzählen seines beruflichen Werdeganges im Rennsport. Zuerst bei den Galoppern, dann bei den Trabern. "Von 1952 bis 1956 habe ich in Hoppegarten meine Ausbildung zum Rennreiter absolviert", denkt Karl-Heinz Pompetzki an eine interessante Zeit zurück. Und fügt hinzu: "Nach dem Start bei Trainer Edwin Eichhorn ging es bei Immanuel Weller weiter. Mein schnell steigendes Gewicht setzte aber den Aktivitäten im Rennsattel bald Grenzen." Immerhin, den 1. Sieg auf der Graditzer Stute Alt Berlin im Jahre 1953 wird er nie vergessen. "Da trug mein Pferd 44,5 Kilogramm."

Noch heute ist "Pomper", wie er überall in der Turfszene genannt wird, vom Jahr 1957 in Köln beim berühmten Gestüt Schlenderhan beeindruckt. "Da hatte ich einen Traumjob und das Wohlwollen der Besitzerin Baronin Gabrielle von Oppenheim. Ich wollte jedoch wieder zurück nach Hoppegarten, das Heimweh wurde immer stärker. Ich bin in Köln nicht warm geworden."

Die nächste heimische Station für Karl-Heinz Pompetzki war der Rennstall von Trainer Alfred Ebert. "Doch dann zog es mich, nicht zuletzt wegen meines hohen Gewichtes, zu den Trabern nach Karlshorst. Immerhin bekamen wir dort 120 Mark pro Woche, in Hoppegarten nur 72 Mark."

Die erfolgreichste berufliche Zeit als Fahrer und Trainer dauerte vier Jahrzehnte. Hochgearbeitet hat er sich vom Pfleger bis zum Chef. 148 Siege im Sulky und 250 Siege als Trainer stehen zu Buche. "Mein wertvollster Sieg", verweist "Pomper" auf den 23. Oktober 1994 in Mariendorf, "ist mir im Groscurth-Rennen gelungen, einer wichtigen Zuchtprüfung für Zweijährige." Da ließ er mit Misty Hanover seinen erklärten Gegner Yankee Bowl hinter sich, den übrigens jener Axel Kleinkorres steuerte, der später umgekehrt wie sein Bezwinger von den Trabern zu den Galoppern wechselte und vor wenigen Tagen als Trainer (in Neuss) von Matchwinner den Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten gewann. Da war Karl-Heinz Pompetzki Zuschauer bei der Siegerehrung.

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