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Schwedter Stadtmuseum feiert den Jahrestag wie am Gründungstag 1930 mit Gästen

Schöne Geschenke zum 87. Geburtstag

Prachtstück: Museumsleiterin Anke Grodon präsentiert die 1947 gedruckte Biblia Hebraica, die Antje Görlitz dem Schwedter Stadtmuseum vermachte.
Prachtstück: Museumsleiterin Anke Grodon präsentiert die 1947 gedruckte Biblia Hebraica, die Antje Görlitz dem Schwedter Stadtmuseum vermachte. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 13.10.2017, 06:40 Uhr
Schwedt (MOZ) 87. Geburtstag feiert das Stadtmuseum Schwedt am Donnerstag. Die Zeitschrift "Brandenburg" hat die Gründungsfeier einst wie folgt beschrieben: "Das lustige Städtchen an der Oder, die ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt, hatte am 12. Oktober 1930 seinen großen Tag. Seit 50 Jahren zum ersten Mal wieder war der große Rittersaal des alten Markgrafenschlosses geöffnet, um den prunkvollen Rahmen einer Feier abzugeben, wie sie schöner kaum gedacht werden kann. Von fern und nah waren die Gäste herbeigeeilt..."

Museumsleiterin Anke Grodon begrüßte zum 87. Geburtstag geschichtsinteressierte Schwedter im Haus in der Jüdenstraße 17. Wie es sich gehört, berichtet sie über Geschenke ans Stadtmuseum. Antje Görlitz hat dem "Gedächtnis der Stadt" die Biblia Hebraica aus dem Jahr 1947 vermacht. Deren Textgrundlage war der von Paul Kahle entdeckte Codex Leningradensis aus dem Jahr 1008 (jüdischer Kalender), die älteste, vollständig erhaltene Handschrift des masoretischen Textes (masora: "Überlieferung"; ist eine hebräische Textversion des Tanach, der hebräischen Bibel). Der Codex Leningradensis ist die Handschrift der hebräischen Bibel. Sie wurde 1008 geschrieben und befindet sich in der Russischen Nationalbibliothek in Sankt Petersburg.

"Tolles Exponat für die Präsenzbibliothek des kleinen jüdischen Museums in Schwedt", befand Anke Grodon. Museumsmäzen geworden ist auch Ingrid Hartmetz. Sie vermachte dem Haus 228 Rollfilme mit dazugehörigen Kontaktbögen als Belege sehenswerter Kultur- und Theatergeschichte der Stadt. Ingrid Hartmetz hat zwischen 1979 bis 1981 Inszenierungen fotografiert: 1979 unter anderem Nathan der Weise und Frau Jenny Treibel, Match sowie Zufälliger Tod eines Anarchisten, 1980 beispielsweise Die schöne Helena, Witwen, Urfaust, Aufschwung oder das Paradies, Das Glas Wasser, Guten Morgen du Schöne, 1981 etwa Romeo und Julia, Jahrmarktfest zu Plundersweilern, Bremer Stadtmusikanten, Er ist wieder da, Schweijk, Fisch zu viert. Ingrid Hartmetz zog 1964 nach Schwedt und arbeitete hier bis 1974 als Redakteurin. Zwischen 1975 bis 1982 beschäftigte sie sich mit Fotografie und arbeitete als Theaterfotografin. 1983 verließ sie Schwedt und ging nach Frankfurt an der Oder.

Dritte im Bunde der Schenkerinnen ist Edith Schönfeld. Sie übergab dem Museum eine Chronik der Arbeitsgemeinschaft "Oktoberkinder" an der Station "Junge Techniker". Robert Schönfeld, Technischer Leiter der Neuererbrigade des VE BMK Schwedt Betriebsteil III, hatte viele Jahre diese Arbeitsgemeinschaft geleitet. Seine Brigade war die Patenbrigade der Klasse 5 e der Oberschule II in Schwedt. Die Chronik dokumentiert die Arbeit von zwei Arbeitsgemeinschaften. Die jungen Modellbauer präsentierten 1966 das Modell eines kompletten Baufeldes des Erdölverarbeitungswerkes auf der Bezirksmesse der Meister von Morgen, später das einer Zementumschlagstation.

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